Beschleunigung ohne Ende? Über Zeit und
Zeitlichkeit in Organisationen
Hanns-Georg Brose und Dennis Kirschsieper
Inhalt
1 Einleitung ..................................................................................... 2
2 Die ‚Ent-deckung‘ von Zeitlichkeit .......................................................... 3
3 Kritik an der Beschleunigungstheorie ........................................................ 4
4 Tempo und Beschleunigung in der neueren Organisationsforschung ....................... 6
5 Probleme der Zeitlichkeit in der neueren Organisationsforschung .......................... 9
6 Zwei aktuelle empirische Trends ............................................................. 11
7 Schluss: Grenzen der Übertragbarkeit und Ausblick ........................................ 14
Literatur ........................................................................................... 16
Zusammenfassung
Der Beitrag behandelt die Frage, wie es um die Beschleunigung in bzw. von
Organisationen bestellt ist. Dazu wird die resonanzstarke Beschleunigungstheorie
(Rosa 2005. Beschleunigung. Die Veränderung der Zeitstrukturen in der
Moderne. Frankfurt am Main, Suhrkamp) einer kritischen Prüfung unterzogen.
Sie unterstellt einen Zwang zur Beschleunigung, obwohl es alternative Möglich-
keiten gibt, Zeit zu gewinnen, z. B. durch kluges timing. Außerdem führt ihre
ausschließliche Fokussierung auf „Tempo“ zu blinden Flecken. Sie maskiert
andere temporale Phänomene, insbesondere Probleme der „Zeitlichkeit“. Diese
nehmen an Bedeutung zu, was sich aktuell auch und gerade an Organisationen
erkennen lässt.
H.-G. Brose
Institut für Soziologie, Universität Duisburg-Essen, Duisburg, Deutschland
E-Mail: hg.brose@uni-due.de
D. Kirschsieper (*)
Institut für Soziologie, Technische Universität Berlin, Berlin, Deutschland
E-Mail: dennis.kirschsieper@tu-berlin.de
© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019
M. Apelt et al. (Hrsg.), Handbuch Organisationssoziologie, Springer Reference
Sozialwissenschaften, https://doi.org/10.1007/978-3-658-15953-5_34-1
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