ORIGINALARBEITEN/ORIGINALS
https://doi.org/10.1007/s10010-018-0273-1
Forsch Ingenieurwes (2018) 82:197–203
Kühlverhalten nasslaufender Lamellenkupplungen in neuen
Anwendungen
K. Völkel
1
· F. Wohlleber
2
· H. Pfaum
1
· K. Stahl
1
Eingegangen: 19. Juni 2017 / Online publiziert: 17. Mai 2018
© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2018
Zusammenfassung
Für die Steigerung der Leistungsfähigkeit nasslaufender Lamellenkupplungen werden neben Belag- und Öloptimierung
auch neue Nutbilder, insbesondere für neue Getriebeanwendungen – z.B. Schaufelnuten in Doppelkupplungsgetrieben –
entwickelt. Zugleich steht die Reduktion der Kühlölvolumenströme aus Gründen der Energieeffizienz im Fokus, wobei
Funktions- und Lebensdauerverhalten von Lamellenkupplungen maßgeblich durch deren thermischen Haushalt bestimmt
werden. Somit ist die Kenntnis des thermischen Verhaltens nicht nur in der Reibphase sondern auch in der Kühlphase von
großer Bedeutung. Einflussgrößen auf das Temperatur- und insbesondere Kühlverhalten sind vielfältig und teilweise sehr
komplex; neben Bauform und Beölungssituation wirken sich auch die Betriebsbedingung (Brems- oder Kupplungsbetrieb)
und die Belagnutung in Form von Schluckvermögen und Wärmeübergang auf das Kühlverhalten aus. Diese Größen
bilden auch wichtige Eingangsgrößen der thermischen Simulation nasslaufender Lamellenkupplungen, weshalb ein hoher
Wissensstand grundlegend für die aussagefähige Ermittlung und Bewertung des Temperatur- und Abkühlverhaltens ist.
Der Beitrag stellt Einflüsse auf das Abkühlverhalten sowie die Absicherung der Einflussgrößen anhand von Temperaturmes-
sungen und Simulationsrechnungen dar. Die Ermittlung des Wärmeübergangs an das Kühlöl in Reib- und Kühlphase wird
für verschiedenartige Baugrößen, Reibbeläge und Nutbilder im Abgleich von Temperaturmessungen und -berechnungen
vorgestellt. Zudem werden die Bestimmung des Schluckvermögens in statischen und dynamischen Messungen dargestellt
und Mechanismen wie die Förderwirkung von Schaufelnuten bei geschlossener Kupplung erläutert.
K. Völkel
voelkel@fzg.mw.tum.de
1
Forschungsstelle für Zahnräder und Getriebebau (FZG),
Technische Universität München, Garching, Deutschland
2
DHHI Germany GmbH, Schweinfurt, Deutschland
K