Z Herz- Thorax- Gefäßchir 1 2006 M. Knaut S. Brose S.M. Tugtekin S. Spitzer F. Jung K. Matschke Mortalität nach herzchirurgischen Eingriffen mit und ohne Mikrowellenablation bei Patienten mit permanentem Vorhofflimmern Z Herz- Thorax- Gefäßchir 20:14–20 (2006) DOI 10.1007/s00398-006-0528-2 ORIGINALARBEIT Eingegangen: 11. Januar 2006 Akzeptiert: 24. Jnauar 2006 Michael Knaut ( ) ) · Stefan Brose Sems M. Tugtekin · Klaus Matschke Klinik für Herzchirurgie Herzzentrum Dresden Universitätsklinik Fetscherstraße 76 01307 Dresden, Germany Stefan Spitzer Praxisklinik Herz-und Gefäße Forststraße 3 01099 Dresden, Germany Friedrich Jung Institut für Herz und Kreislaufforschung Maria-Grollmuß-Straße 10 02977 Hoyerswerda, Germany Mortality after cardiac surgery with or without microwave ablation in patients with permanent atrial fibrillation " Zusammenfassung Hintergrund Die chirurgische Behandlung des Vorhofflimmerns durch das klassische MAZE-Verfahren oder andere Ablationsmethoden resultiert in Konversionsraten in den Sinusrhyth- mus von 50–90%. Bis heute liegen keine Ergebnisse zum Einfluss der Ablationsbehandlung auf die Mortalität vor. Methoden In einer prospek- tiven Registerstudie wurden 210 konsekutive Patienten mit permanen- tem Vorhofflimmern hinsichtlich peri- und postoperativer Mortalität nach herzchirurgischen Eingriffen über 2 Jahre nachverfolgt. Bei 111 Patienten wurde eine endokardiale Mikrowellenablation durchgeführt, 99 Patienten wurden ohne Ablation operiert. Ergebnisse: In der Ablati- onsgruppe starb ein Patient (0,9%) perioperativ, weitere sieben starben während des ersten Jahres (6,3%) und neun während des zweiten Jahres des follow-ups (8,1%). In der Kontrollgruppe verstarben fünf Patienten perioperativ (5,1%), 12 Patienten starben innerhalb des ersten Jahres (12,1%) und 22 innerhalb des zweiten Jahres des follow-ups (22,2%). Daraus ergab sich eine signifikant höhere Mortalität in der Kontroll- gruppe gegenüber der Ablationsgruppe (Log-Rank-Test: p = 0,0051). Schlussfolgerung Die Ergebnisse dieser Registerstudie zeigen, dass unter Patienten mit permanentem Vorhofflimmern die Mortalität nach herz- chirurgischen Eingriffen mit Mikrowellenablation signifikant geringer ist als bei vergleichbaren Eingriffen ohne Ablationsbehandlung. Der deutliche Mortalitätsunterschied basierte vor allem auf den typischen Folgen des Vorhofflimmerns (thrombembolische Komplikationen, kar- diale Arrhythmien und Blutungen unter Antikoagulanzientherapie), welche in der Ablationsgruppe seltener auftraten. " Schlüsselwörter Permanentes VHF – Mikrowellenablation – Letalität – Klappenchirurgie – Bypasschirurgie " Summary Background The surgical treatment of atrial fibrillation (AF) by Cox and other ablation methods shows a 50–90% conversion rate to sinus rhythm. However, to date no study has addressed the in- fluence of ablation on the mortality rate. Methods The perioperative and postoperative mortalities of 210 consecutive patients with perma- nent AF were investigated for up to two years after cardiac surgery with (n =111) or without (n = 99) endocardial microwave ablation within the