224 ROBERT PROHL: GrundriB der Sportpgdagogik. Wiebeisheim: Limpert 1999. 344 S.; DM 39,80 Bereits der Titel der Veroffentlichung &rfte auf breites Interesse stogen, ist doch eine aktuelle wissenschaftssyste- matisch angelegte Standortbestimmung der Sportpadagogik, ein ,Grundrig", zur Jahrhundertwende iiberfallig. Schlie& lich sind bisherige Arbeiten hierzu - an erster Stelle zu nennen MEINBERGS ,,Hauptprobleme" (1991 2 ) sowie DIET- RICH/ LANDAUS „Sportpadagogik" (1990) - bereits alteren Datums and damit hin- sichtlich des Fortgangs der wissen- schaftlichen Diskussion nicht mehr re- prasentativ. Die von GRUPE/KRUGER ver- fasste n EinfCihrung in die Sportpada- gogik" (1997) bleibt ihrem Anliegen entsprechend eher einer narrativen Synopse thematischer Felder der Diszip- lin verpfichtet and stelit gerade des- halb eine hilfreiche Erganzung zu der zweifellos starker theorie-orientierten Arbeit von PROHLs dar. Die Einleitung macht den Anspruch des Buchs deutlich, insofern hier bereits der problematische Status der Sport- padagogik als Wissenschaft themati- siert wird. Der Titel n Grundrig" versteht sich dergestalt als Grundlegung, A da es die Sportpadagogik nicht gibt" (13). Demzufolge liefert PROM eine Stand- ortbestimmung der Disziplin im Span- nungsgefiige der Bezugsdisziplinen Philosopie, hier vor allem der Philo- sophischen Anthropologie and der Ethik, Allgemeine Padagogik sowie Sportwissenschaft and Didaktik. Bleibt man im Bild der architektoni- schen Figur des Grundrisses, so stellt PROHL Pfeiler for den Bau der Sportpa- dagogik zur Verfugung, fiber deren Ex- plikation die einleitend aufgestellte Defi- nition der Sportpadagogik als Wissen- schaft der Bildung and Erziehung im Rahmen der Bewegungskultur" (14) ihre sukzessive Entfaltung and Begri ndung erfahrt. Will man das Neue dieses Grundrisses i bergreifend auf den Punkt bringen, so lasst sich nicht ubersehen, dass es dieRenaissance des Bildungs- begriffs" in der Sportpadagogik ist, die dieser systematischen Verortung der Dis- ziplin ihr markantes Geprage verleiht. Zugleich wird damit ein weft reichender Anspruch verbunden, die Sportpadago- gik als ,Integrationswissenschaft" (19) im GefGge der sportwissenschaftlichen SpW 30. Jg., 2000, Nr. 2