473 J. Weber (*) · H. Dinse Leipzig, Deutschland e-mail: juergen@weber-bauschaden.de; dinse@weber-bauschaden.de Abdichtungen mit Betonkonstruktionen Jürgen Weber und Hardy Dinse 16 16.1 Vorbemerkung Bundesweit verändern sich die Grundwasserverhältnisse und der Nutzungsanspruch an Kellerräume. Die daraus resultierenden Anforderungen an die Abdichtung und an die gesamte Konstruktion werden teilweise so hoch, dass die Herstellung nachträglicher Abdichtungen und Feuchtigkeitssperren nach WTA-Merkblättern nicht mehr ausreichend sind. Zudem müssen häufg Bestandsgebäude durch die Umnutzung und den Um- und Ausbau statisch verstärkt werden. Aus diesem Grund sind die Betonkonstruktionen auch in der Abdichtungstechnik nicht mehr wegzudenken. Sie können einfach hergestellt, gut hinsichtlich ihrer Ausführungs- qualität kontrolliert und sicher in ein Gesamtabdichtungskonzept mit anderen Abdich- tungstechniken eingebunden werden. Die üblichen Betonkonstruktionen in der Abdichtungstechnik werden in Tab. 16.1 beschrieben (Abb. 16.1). 16.2 Betonkonstruktionen mit hohem Wassereindringwiderstand Der Beton für WU-Konstruktionen darf nach den Regeln der Technik eine nachzuwei- sende Wassereindringtiefe von 50 mm nicht überschreiten. Diese Eigenschaft wird durch den Wasserzementwert w/z von < 0,60 erreicht. Das Mischungsverhältnis führt zu einer Reduzierung des Kapillarporenraumes um etwa 20 Vol. %. Konstruktionen aus Beton mit © Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018 J. Weber, V. Hafkesbrink (Hrsg.), Bauwerksabdichtung in der Altbausanierung, https://doi.org/10.1007/978-3-658-20512-6_16