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F.-R. Esch et al. (Hrsg.), Corporate Brand Management,
https://doi.org/10.1007/978-3-658-24900-7_34
Zusammenfassung
Für das Controlling von Corporate Brands sind diagnostisch tiefe Einblicke in das auf-
gebaute Markenimage erforderlich. Diagnostische Tiefe wird erreicht, wenn nicht nur
traditionelle Imagemessungen vorgenommen, sondern Markenassoziationen erhoben
und genauer untersucht werden. Grundlagen der Erfassung von Markenassoziationen
sowie wichtige Auswertungs- und Darstellungsmöglichkeiten als Brand Maps werden
in diesem Beitrag dargestellt.
34.1 Nutzen für das Markencontrolling verstehen
Corporate Brand Manager stehen vor der Herausforderung, Markenwert zu bilden.
Markenwert manifestiert sich (aus verhaltenswissenschaftlicher Sicht) in eigenständigen,
positiven, relevanten Assoziationen, die in der mentalen Welt der Zielgruppen zu einem
Markennamen aufgebaut wurden (s. den Beitrag zum verhaltenswissenschaftlichen
Zugang zu Marken in diesem Buch sowie auch Tybout et al. 1981). Ebenso haben
Markenmanager die Verantwortung, diesen Markenwert im Sinne eines Monitorings zu
überwachen. Dies setzt eine Erfassung und Darstellung voraus.
Vielfach beachtet wird in diesem Kontext das sog. Markenimage, meist verstanden
als das Fremdbild der Marke bei den relevanten Zielgruppen. Nach Keller (1993,
S. 3) ist das Markenimage nichts anderes als die Markenwahrnehmung, die sich in im
Gedächtnis aufgebauten Markenassoziationen manifestiert. Markenassoziationen beein-
flussen das Verhalten, wie zahlreiche Studien bestätigen: die Kaufwahrscheinlichkeiten
Brand-Mapping-Ansätze zur
Markendiagnose kennen
Jörn Redler
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J. Redler (*)
Hochschule Mainz, Mainz, Deutschland
E-Mail: joern.redler@hs-mainz.de