691 © Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019 F.-R. Esch et al. (Hrsg.), Corporate Brand Management, https://doi.org/10.1007/978-3-658-24900-7_34 Zusammenfassung Für das Controlling von Corporate Brands sind diagnostisch tiefe Einblicke in das auf- gebaute Markenimage erforderlich. Diagnostische Tiefe wird erreicht, wenn nicht nur traditionelle Imagemessungen vorgenommen, sondern Markenassoziationen erhoben und genauer untersucht werden. Grundlagen der Erfassung von Markenassoziationen sowie wichtige Auswertungs- und Darstellungsmöglichkeiten als Brand Maps werden in diesem Beitrag dargestellt. 34.1 Nutzen für das Markencontrolling verstehen Corporate Brand Manager stehen vor der Herausforderung, Markenwert zu bilden. Markenwert manifestiert sich (aus verhaltenswissenschaftlicher Sicht) in eigenständigen, positiven, relevanten Assoziationen, die in der mentalen Welt der Zielgruppen zu einem Markennamen aufgebaut wurden (s. den Beitrag zum verhaltenswissenschaftlichen Zugang zu Marken in diesem Buch sowie auch Tybout et al. 1981). Ebenso haben Markenmanager die Verantwortung, diesen Markenwert im Sinne eines Monitorings zu überwachen. Dies setzt eine Erfassung und Darstellung voraus. Vielfach beachtet wird in diesem Kontext das sog. Markenimage, meist verstanden als das Fremdbild der Marke bei den relevanten Zielgruppen. Nach Keller (1993, S. 3) ist das Markenimage nichts anderes als die Markenwahrnehmung, die sich in im Gedächtnis aufgebauten Markenassoziationen manifestiert. Markenassoziationen beein- flussen das Verhalten, wie zahlreiche Studien bestätigen: die Kaufwahrscheinlichkeiten Brand-Mapping-Ansätze zur Markendiagnose kennen Jörn Redler 34 J. Redler (*) Hochschule Mainz, Mainz, Deutschland E-Mail: joern.redler@hs-mainz.de