176 Marcelina Kałasznik über: Marina Adams / Klaus-Dieter Baumann / Hartwig Kalverkämper (Hg.): Fachkommunikationsforschung im Spannungsfeld von Methoden, Instrumenten und Fächern. Frank & Timme, Berlin 2021, 409 S., ISBN: 978-3-7329-0783-0 Das Interesse an Fachsprachen zeichnet sich in der Sprachwissenschaft seit relativ langer Zeit ab. Fachsprachen werden im Rahmen verschie- dener Teilgebiete der Linguistik untersucht, z. B. angewandte Linguistik, systematische Lin- guistik, Soziolinguistik, Stilistik u. a. (vgl. Hahn 1983: 10). Daraus resultiert eine Vielfalt von Fragestellungen, die in dieser Hinsicht aufge- griffen werden, z. B. Übersetzung im Bereich der Fachsprachen, Fachterminologie, Syntax, Kommunikation im Unternehmen u. v. a. (vgl. Hahn 1983: 10). Von dem nicht nachlassenden Interesse an der Fachsprachen- und Fachkom- munikationsforschung zeugen immer neuere Publikationen, die dieses Thema aus verschie- denen Perspektiven zu beleuchten suchen. Im Folgenden wird eine Neuerscheinung auf dem Gebiet der Fachkommunikationsforschung dargestellt. Es handelt sich hierbei um den Sammelband Fachkommunikationsforschung im Spannungsfeld von Methoden, Instrumenten und Fächern, der 2021von Marina Adams, Klaus-Die- ter Baumann und Hartwig Kalverkämper im Frank & Timme Verlag in der Reihe Forum für Fachsprachenforschung herausgegeben wurde. Der Band umfasst 13 Beiträge, die drei thema- tischen Bereichen zugeordnet sind: 1. Fachden- ken, Fachkulturalität, Intertextualität als inter- disziplinäre Formate, 2. Moderne Ansprüche an die Fachsprachenforschung – soziokulturelle und fachliche Aspekte, 3. Fachliches Überset- zen – ein interdisziplinäres Handlungsfeld. In der Einleitung zum Band gehen die Her- ausgeber auf den Titel des Bandes ein und erläu- tern die Rolle von Methoden, Instrumenten und Fächern für die Fachkommunikationsforschung. Laut Marina Adams, Klaus-Dieter Baumann und Hartwig Kalverkämper muss bei der Erforschung von Fachsprachen und -kommunikation von der Reflexion über Methoden ausgegangen werden, die bei den einzelnen Analysen zur Anwendung kommen. Auch Instrumente gelten als einer der wichtigsten Faktoren bei der Fachsprachenfor- schung, weil sie – im Vergleich zu den Metho- den – auf eine besondere Art und Weise die prozessuale Komponente hervorheben. Durch die erarbeiteten und selektierten Methoden und Instrumente können auch die Fächer selbst, ihre Grenzen, ihr Umfang usw. bestimmt werden. In diesem Sinne konstatieren die Herausgeber Fol- gendes: „Der vorliegende FFF-Band [Forum für Fachsprachenforschung – M. K.] trägt die drei Komponenten wissenschaftlichen Zugriffs auf die Fachkommunikation als Ausweise in seinem Titel: Methoden, Instrumente bzw. Instrumen- tarien und die Spezifik der Fächer machen die Fachkommunikationsforschung aus und charak- terisieren ihre Identität im Spektrum der ande- ren Disziplinen, die zu ‚Mensch, Sprache, Kom- munikation, Sachwelt, Handeln, Gesellschaft, Kultur‘ ihr Forschungsinteresse definieren“ (S. 12). An die im Titel des Bandes genannten Ka- tegorien knüpfen auch die unterschiedenen The- menblöcke an. Der erste thematische Bereich befasst sich mit interdisziplinären Formaten, in denen der Fachlichkeit eine besondere Bedeu- tung zukommt. Die zweite thematische Sektion bilden „die fachsprachlich-fachkommunikativ- https://doi.org/10.5817/BBGN2022-2-12