Top-Down Design analog/digitaler Systeme mit SystemC-AMS 1 Christoph Grimm 1 , Rüdiger Schroll 2 , Florian Brame 1 , Klaus Waldschmidt 2 1 Lehrstuhl Embedded Systems, TU Wien 2 Professur Technische Informatik, Universität Frankfurt Kurzfassung Wegen des großen Anteils an Software werden eingebettete Hardware/Software Systeme zunehmend basierend auf C/C++ entwickelt. Die Modellierung von Hardware wird dabei durch Spracherweiterungen wie SystemC unterstützt. Eingebettete Systeme umfassen neben digitalen Komponenten in zunehmendem Maße auch analoge Komponenten. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die im Rahmen der OSCI SystemC-AMS Working Group entwickelten Erweiterungen zur Modellierung analog/digitaler Systeme. Darüber hinaus zeigt er, wie polymorphe Signale den Top-Down Entwurf und die Mixed-Level Simulation in einem heterogenen Top-Down Designflow unterstützen. 1. Einleitung Eingebettete Systeme bestehen aus Software, die in enger Wechselwirkung mit Hardware steht. Die möglichen Optimierungen der Hardware erfordern in der Regel zahlreiche Simulationen des Gesamtsystems aus Hardware, Software und Systemumgebung. Abbildung 1 zeigt ein typisches Simulationsszenario einer Automotive-Applikation. Es umfasst neben Software und elektrischen/elektronischen Steuergeräten auch Sensoren, Aktuatoren und abstrakt modelliertes Verhalten mechanischer Komponenten wie der Fahrzeugdynamik und dem Kontakt Rad/Straße. Abbildung 1: Komplexes Simulationsszenario einer Automotive-Applikation [1]. Zur Gesamtsystemsimulation wurden bislang mehrere Simulatoren z.B. über eine Simulatorbackplane gekoppelt. Wegen des hohen und weiter wachsenden Anteils an 1 Dieser Beitrag wurde im Rahmen des BMBF/edacentrum-Projekt SAMS unter Förderkennzeichen 01M3070D und des EU-Projekt ANDRES (IST-5- 033511) unterstützt.