SLOVENSKÁ ARCHEOLÓGIA – SUPPLEMENTUM 3 M. Holeščák/J. Zábojník (eds.): Medieval Stories. In Honor of Gabriel Fusek. Nitra 2023, 155–168. DOI: https://doi.org/10.31577/slovarch.2023.suppl.3.11 1 Die Untersuchungen wurden im Rahmen des Projekts TKP2020-NKA-11 durchgeführt. DAS ALTER DES GRABES VON VÖRS-PAPKERT 167 AUFGRUND DER UNTERSUCHUNG DES SCHWERTES AUS DER BESTATTUNG 1 PÉTER LANGÓ – BOGLÁRKA TÓTH BERTALAN ZÁGORHIDI CZIGÁNY – FLÓRIÁN HARANGI CSETE KATONA – BÉLA TÖRÖK The Age of the Grave of Vörs-Papkert 167 Based on the Examination of the Sword from the Burial. The paper is concerned with a detailed contextual and archaeometrical presentation of a double-edged sword found in the Hungarian Vörs cemetery. The cemetery has been central in Hungarian research due its continuity of burials from the Avar Age throughout to the time of the Early Hungarian Principality in the 9 th and 10 th c. Excavators of the site usually noted a continuous population associated with the cemetery. The presence of a double-edged sword is intriguing at the site. The paper will provide exact measurements of the weapon, information about its formal features, and the findings of archaeometric analyses. After the examination, the results will be contrasted to comparable examples which suggest that both the burial and the sword date to the 9 th c. Keywords: Hungary, 9 th c., cemetery, double-edged sword, archaeometric analyses. EINLEITUNG Mit dieser Arbeit möchten wir den slowakischen Archäologen Herr Gabriel Fusek begrüßen, an wen ältere und jüngere Wissenschaftler gleichermaßen Fragen richten konnten. Er hat die Fragen immer mit Begeisterung und unendliche Ernsthaftigkeit gegrüßt. Mit seinem unerschöpflichen Wissen versuchte er die aktuellen Fragen die ganzheitli- chen Antworten zu geben. Im Rahmen der hier vorgelegten Arbeit möchten wir Herrn Gabriel Fusek begrüßen und mit einem Aufsaꜩ zu seiner Lieblingszeit, nämlich die Untersuchung der ar- chäologischen Artefakte aus dem 9.–10. Jh., beitra- gen. Die Arbeit schließt zu einem anderen Projekt auch an, die von Herr Falko Daim eingeleitet wurde (Reiterkrieger, Burgenbauer. Die frühen Ungarn und das „Deutsche Reich“ vom 9. bis zum 11. Jh.), woran Péter Langó, Ádám Bollók und Ádám Bíró auch teilgenommen haben. Die eben genannten Wissenschaftler versuchten die Gräber mit zwei- schneidigen Schwertern aus dem 10.–11. Jh. und auch die mit Münzbeigabe (10. Jh.) der archäolo- gischen Sammlung von der heutigen Slowakei zu sammeln und beschreiben. Die Untersuchung des zweischneidigen Schwertes wurde von Péter Langó (Archäologisches Institut des Eötvös Loránd For- schungsneꜩwerk) zusammen mit den Mitarbeitern der Pázmány Péter Katholische Universität und von Archäometallurgische Forschungsgruppe von Uni- versität Miskolc (ARGUM) in 2019 wieder begonnen. Die Ziele der interdisziplinären Forschungsgruppe sind die Sammlung, Beschreibung und naturwis- senschaftliche Untersuchung der zweischneidigen Schwerter. In Rahmen dieses Projekts werden sogar zwei Dissertation geschrieben, außerdem dieser Bericht ist eines der Ergebnisse dieses Pro- jekts, die die Bestrebung der Forschungsgruppe mit der Beschreibung des Artefakts präsentieren möchte. Durch diese Arbeit möchten wir an die Gastfreundlichkeit von Matej Ruttkay in Nitra erinnern, wo wir, mit der Unterstüꜩung von Falko Daim, zusammengearbeitet haben. In Nitra haen wir auch das Glück, den aufregenden Vortrag von Herrn Gabriel Fusek zu hören. DAS GRÄBERFELD VON VÖRS UND DESSEN SCHWERTGRAB Bei der Fundstelle von Vörs-Papkert „B“ wurde zwischen 1983 und 1996 eine frühmielalterliche Nekropole mit ca. 700 Gräber freigelegt. Aufgrund der Funde begann die Nuꜩung des Gräberfelds in der Spätawarenzeit. Während der Zeit der karolingischen Eroberung und der ungarischen Landnehme wurde das Gräberfeld bis zur Wende des 10.–11. Jh. kontinuierlich benuꜩt (Bernert 2005; Dieses Werk ist unter Creative Commons Aribution 4.0 International License lizenziert.