219 ANDREAS KAGERMEIER/WERNER GRONAU Erfolgsfaktoren intermodaler Mobilitätsangebote für Freizeit und Tourismus Mit dem Beitrag werden– neben den bei der Ansprache von Choice-Ridern als selbstverständlich vorauszusetzenden hochwertigen Angebotsmerkmalen (Takt, Umsteigefreiheit, Transparenz, etc.) – zum einen die darüber hinausgehenden an- gebotsseitig zu berücksichtigenden Faktoren (ÖV-Erschließung des Einzugsbe- reichs, Parkraummanagement, MIV-Constraints, Marktkommunikation, Kooperati- onsoptionen, Reaktionsgeschwindigkeit) anhand von unterschiedlichen empirischen Beispielen diskutiert. Zum anderen ist der Basiserfolgsfaktor in der Berücksichtigung von zielgrup- penspezifischen subjektiven Dispositionen zu sehen. Mittels des Konstrukts „Frei- zeitmobilitätsstil“ kann nachgewiesen werden, dass eine a priori Analyse der rele- vanten Zielgruppen essentiell für das zu generierende Nachfragevolumen ist. Damit kann ein hierarchisches Modell für die relevanten Erfolgsfaktoren kon- struiert werden. 1 Einführung Die Motive der Schaffung intermodaler Mobilitätsangeboten für Freizeitzwecke und die touristische Mobilität innerhalb von Destinationen liegen meist ausserhlab des Mobilitätsmarktes: Ein häufiges Motiv ist die Steigerung der Gesamtattraktivität von Destinationen oder Freizeitangeboten durch die optimierte Verkehrserschließung. Oftmals steht aber auch die Reduzierung von Belastungen in sensiblen und fra- gilen Kontexten (z.B. Nationalparken) im Vordergrund.