PROFESSIONALISIERUNG 250 Kammer‐ und Geb“hrenordnung; ein hochqualifizierter, autonom, in kleinen Teams arbeitender Spezialist, der in fle‐ xiblen Vertragsverhältnissen komplexe Probleme mit Expertise, Kreativität und dezentral verf“gbarer Technologie löst. Professionalisierungsstrategie. Berufs‐ verbände von weniger etablierten Beru‐ fen ሺz.B. Public Relationsሻ folgen Professionalisierungsstrategien: Sie können den Prozess, solange Nachfrage nach ihrer Kompetenz besteht, selbst steuern. Zwar sind nicht alle Berufe gleich weit professionalisierbar. Aber in der Markt‐ erschließung, der Abgrenzung, der inne‐ ren Differenzierung ist graduelle Aufwer‐ tung möglich. Abgrenzung setzt voraus, dass sich eine Gruppenidentität heraus‐ bildet. Aus Konkurrenten m“ssen auch Kolle‐ gen in einer Berufsgemeinschaft werden, die sich auf die Einhaltung von Standards und Sanktionen verständigen. Dazu gehört auch, Möglichkeiten zu finden, durch die sich der freiberufliche Anspruch der Professionals mit der Einbindung in Organisationen vereinba‐ ren lässt – ob in einer Behörde, einer Fraktion, einer Agentur, einer Anwaltsso‐ zietät, Unternehmensberatung, einer Partei, einer NGO oder einem Konzern. MARCO ALTHAUS Marco Althaus ሺͳͻͻͺሻ. Wahlkampf als Beruf: Die Professionali‐ sierung der Political Consultants in den USA. Lang, Frankfurt a.M. Jens Borchert ሺʹͲͲͲሻ. Die Professionalisierung der Politik. Zur Notwendigkeit eines Ärgernisses. Campus, Frankfurt. Steven Brint ሺͳͻͻͶሻ. In an Age of Experts: The Changing Role of Professionals in Politics and Public Life. Princeton UP, Princeton. Melanie Fabel, Hans‐J“rgen Hohm ሺͳͻͺ͹ሻ. Politik als Beruf. Zur soziologischen Professionalisierungstheorie der Politik. VS, Wiesbaden. Thomas Klatetzki, Veronika Tacke ሺʹͲͲͷሻ. Organisation und Profession. VS, Wiesbaden. Harald Mieg, Pfadenhauer ሺʹͲͲͷሻ. Professionelles Handeln. VS, Wiesbaden. Dies. ሺʹͲͲ͵ሻ. Professionelle Leistung. UVK, Konstanz. Michaela Ulrike Röttger ሺʹͲͲͲሻ. Public Relations: Organisation und Profession. VS, Wiesbaden. Jens Tenscher ሺʹͲͲ͵ሻ. Professionalisierung der Politikvermittlung. VS, Wiesbaden. Public Affairs Public Affairs ሺPAሻ ist das strategische Management von Entscheidungsprozes‐ sen an der Schnittstelle zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Public Affairs organisiert die externen Beziehungen einer Organisation, vor allem zu Regie‐ rungen, Parlamenten, Behörden, Gemein‐ den sowie Verbänden und Institutionen und zur Gesellschaft selbst. Public Affairs heißt Vertretung und Vermittlung von Unternehmens‐, Mitarbeiter‐ und Mit‐ glieder‐Interessen im politischen Kontext, direkt durch Lobbying ሺauch: Government Relationsሻ, also Kommu‐ nikation mit und Beratung von Ent‐ scheidungsträgern; und indirekt “ber Meinungsbildner und Medien. Der Resonanzboden der Public Affairs im staatlichen und staatsnahen Sektor ist das politische oder Politikmanagement: Darunter verstehen wir das Management politischer Prozesse und politischer Institutionen durch die vom B“rger Gewählten und diejenigen, die gewählt werden wollen. Dazu gehört weit mehr als Regierungs‐, Verwaltungs‐ und Parla‐ mentslehre oder PR f“r Politiker. Kom‐ munikation und Organisation bilden die beiden gleich starken Säulen, auf denen die demokratische Praxis des Politikma‐ nagements ruht. Da Public Affairs ohne ständige Bezugnahme auf das Politikma‐ Althaus, M. (2005). Public Affairs. In M. Althaus, M. Geffken & S. Rawe (Hg.), Handlexikon Public Affairs (S. 262-267). Münster, Berlin: Lit.