Allgemeines Künstlerlexikon - Internationale Künstlerdatenbank - Online Zugang bereitgestellt von: De Gruyter / TCS Hu, Jie (1960) Selke, Raimond Künstler ID: _40294122 Geschlecht : männlich Beruf : Landschaftsarchitekt; Gartenkünstler; Architekt GEO-Nachweis: Beijing Staat : China Geburtsdatum: 1960.04.19 Geburtsort : Beijing; Khanbalik; Dadu; Pekín; Pékin; Peking; Yanjing Beiping; Daxing (Shuntian) Fundstelle: AKL LXXV, 2012, 201 Artikel Vita Biogramm Werke Selbstzeugnisse Bibliographie Artikel Vita Hu Jie, chin. Landschaftsarchitekt, Architekt, *19.4.1960 Beijing, lebt dort und in Boston. Sohn des Architektenpaares Hu Yunjing (*26.12.1921, †29.1.2008) und Yang Qiuhua (*5.10.1927, †14.12.2009), Biogramm das mit dem bek. chin. Architekten Liang Sicheng befreundet war. Stud.: Archit. an der Chongqing Univ. (1983 B.A.); Landschaftsarchitektur an der Beijing Forestry Univ. (1986 M.A.) sowie an der Univ. of Illinois, Urbana-Champaign (1995 M.A.). 1986-88 Ass. Prof. für Landschaftsarchitektur an der Beijing Forestry University. 1990-95 tätig als Planer am Campus Planning Dep. der Univ. of Illinois, Urbana-Champaign. Danach bis 2003 als Senior Landscape Architect für das US-amer. Büro (Hideo) Sasaki Associates Inc. in Boston und San Francisco tätig. Dort erhielt H. zahlr. neue und für ihn wichtige Anregungen, u.a. durch die Landschaftsarchitekten Dan Kelly und Peter Walker, den er als seinen Mentor bezeichnet. Seit 2003 Associate Prof. für Landschaftsarchitektur an der Tsinghua Univ., Beijing sowie Dir. des Landscape Design and Planning des Tsinghua Urban Planning & Design Inst. ebd. Ferner Dir. der Chin. Soc. of Landscape Archit. sowie Mitgl. der Amer. Soc. of Landscape Architect (ASLA). H., der die amer. Staatsbürgerschaft besitzt, reist zweimal jährlich für ca. zwei Wochen in die USA, wo er Boston als seine zweite Heimat bezeichnet. Als um 2000 auch in China immer mehr Wert auf das städtische Grün gelegt wird, eröffnen sich für chin. Landschaftsarchitekten völlig neue Möglichkeiten. So kehrt H. 2003 aus den USA nach China zurück, nachdem er die Ausschreibung zur landschaftlichen Gest. im Umfeld der Olympischen Sommerspiele 2008 gewonnen hatte. Gemeinsam mit einem achtköpfigen Team von Landschaftsplanern entwirft H. den Masterplan (2005) für den Olympischen Waldpark mit Naherholungs- und Naturschutzgebiet, ökologischem Korridor, Gewächshaus mit Wasseraufbereitungsanlage, Platzanlagen und öff. Uferbebauung. Dieser mit 7 qkm größte Park der chin. Hauptstadt, gen. Beijing Olympic Forrest Park, findet internat. große Anerkennung (u.a. Ausz. durch die Internat. Federation of Landscape Architects). Markante Merkmale des Parks sind der 64 t schwere, gewaltige Naturstein aus dem Taishan-Gebirge, der quasi als Skulptur auf dem höchsten Punkt des Geländes aufgestellt ist, ein selbstzirkulierendes Wasserreinigungssystem und die außerordentliche Artenvielfalt (ca. 100 versch. Arten) der angepflanzten Bäume. H.s Entwürfte sind weitgehend der anerkannten chin. Trad. verpflichtet (Vorbildcharakter haben für ihn der Sommer-Pal. in Beijing und der Behai Park in Zhongnanhai/Beijing), während phil. Ideen der Gartenbaukunst aus Europa, etwa Englands im 18.Jh., nur wenig Einfluß auf seine Arbeit haben (eine Ausnahme stellt nach eig. Aussagen der Central Park in New York dar). Eine wichtige Rolle spielt die Planung unter ökologischen und ressourcensparenden Aspekten. Hiermit gilt H. als einer der herausragenden Landschaftsarchitekten Chinas, was sich in einer langen Liste von Ausz. und Ehrungen Bereitgestellt von | De Gruyter / TCS Angemeldet | 217.110.58.242 Heruntergeladen am | 12.03.14 15:03