Please cite this article in press as: Barth N, et al. Umgang mit Unbestimmtheit zur Hypermodernität des Hausarztes. Z. Evid. Fortbild. Qual. Gesundh. wesen (ZEFQ) (2013), http://dx.doi.org/10.1016/j.zefq.2013.11.004 ARTICLE IN PRESS +Model ZEFQ-1303; No. of Pages 7 Z. Evid. Fortbild. Qual. Gesundh. wesen (ZEFQ) (2013) xxx, xxx—xxx Online verfügbar unter www.sciencedirect.com ScienceDirect jo ur nal ho me p a ge: http://journals.elsevier.de/zefq Umgang mit Unbestimmtheit zur Hypermodernität des Hausarztes Dealing with uncertainty the hypermodernity of general practice Niklas Barth 1,2,* , Armin Nassehi 2 , Antonius Schneider 1 1 Institut für Allgemeinmedizin, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, München 2 Institut für Soziologie, Ludwig-Maximilians-Universität München, München Eingegangen/submitted 22. August 2013; überarbeitet/revised 14. November 2013; akzeptiert/accepted 15. November 2013 SCHLÜSSELWÖRTER Allgemeinmedizin; Unsicherheit; Unbestimmtheit als kommunikative Ressource; Modernität; Entscheidungen; Soziologie Zusammenfassung Der Hausarzt wird grundlegend auf den Umgang mit Unbestimmtheit zurückgeworfen. Im Kontext hausärztlicher Praxis wollen wir einerseits zeigen, wie Unbe- stimmtheit nicht einfach ontologisch vorausgesetzt werden kann, sondern vielmehr erst im unselektionierten Niedrigprävalenzbereich der hausärztlichen Praxis performativ hervorge- bracht wird. Und andererseits: Wie versteht es der Hausarzt Unbestimmtheit auszuhalten? Es zeigt sich dann, dass der Hausarzt den Umgang mit Unbestimmtheit nicht nur als Problem kon- turieren kann, sondern dass in seiner Fähigkeit, Unbestimmtheit auch produktiv zu nutzen, vielmehr seine Hypermodernität begründet liegt. KEYWORDS General practice; uncertainty; uncertainty as a communicative resource; modernity; decisions; sociology Summary The general practitioner is fundamentally dealing with uncertainty. On the one hand, we want to demonstrate that uncertainty cannot simply be stipulated as a matter of fact. Instead, we will show that this uncertainty is a performative effect of the primary care setting. On the other hand, we want to point out that the general practitioner’s ability to bear uncertainty is a genuinely hypermodern way of productively dealing with uncertainty. * Korrespondenzadresse: Dipl.-Soz. Niklas Barth, Institut für Allgemeinmedizin, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, Orleansstraße 47, 81776 München. Tel.: +49 (0) 89 / 6146589 - 17 E-Mails: Niklas.Barth@tum.de, niklas.barth@soziologie.uni-muenchen.de (N. Barth). 1865-9217/$ see front matter http://dx.doi.org/10.1016/j.zefq.2013.11.004