tw Zeitschrift für Tourismuswissenschaft (Lucius & Lucius) tw Jg. 5 (2013) Heft 1, S. 107-114 Hauptbeiträge zum Schwerpunktthema Destination Branding als Teil eines regional ausgerichteten Destination Governance-Ansatzes in Zypern Andreas Kagermeier & Werner Gronau Zusammenfassung Bei dem Beitrag handelt es sich um eine Art ersten „Werkstattbericht“ aus einem anlaufenden Projekt zur Analyse der in Zypern vor einigen Jahren angelaufenen Regionalisierungsansätze im Tourismus. Durch regionale DMOs und eine Regionalisierung des Marketings sollen die touristi- schen Potentiale im Hinterland der bislang vom küstenständigen (Bade-) Tourismus geprägten Mittelmeerinsel besser erschlossen werden. Allerdings scheinen die entsprechenden Ansätze bis- lang erst sehr partiell zu greifen. Schlagworte: Destination Branding, Destination Governance, Zypern, Produktdiversifizierung Abstract This contribution is a kind of first „work in progress report“ from an oncoming project analyzing the regionalization approaches which are undertaken in Cyprus since a few years. By regional DMOs and regionalization of the marketing the tourism potential in the hinterland of the coast which up to now is dominated by the sun and beach bathing tourism shall be put to better use. However, it seems that the chosen approaches are inadequate as yet only very partially successful. Keywords: destination branding, destination governance, Cyprus, product diversification 1 Zielsetzung Vor dem Hintergrund einer Akzentuie- rung der Wettbewerbskonstellationen zwi- schen bestehenden Destinationen, sowie einer stetigen Ausweitung und Ausdife- renzierung des touristischen Angebotes sind in den letzten Jahren insbesondere wenig diferenzierte mediterrane Destina- tionen vor allem im Bereich des klassische „Sun&Beach“-Segments unter starken Druck geraten (vgl. z. B. Kagermeier 2001) In der Literatur inden sich basierend auf Butler’s „life-cycle“ von Destinationen (2006) eine Vielzahl von Handlungskon- zepten, um die Stagnation zu überwin- den oder gar einen bereits erkennbaren Niedergang der Destination abzuwenden. Unter diesen Konzepten inden sich etwa Ansätze zur Produktdiversiizierung oder zur Repositionierung von Destinationen. In jüngerer Vergangenheit stehen dabei insbesondere Konzepte des „Destination- Branding“ (vgl. z. B. Gronau 2013) und