Müll und Abfall 2009- 1 Modellierung von Stoffstromeigenschaften im Recycling A. Pehlken 1 , A. Decker 1 , D.H. Müller 1 , M. Rolbiecki 1 , K.D. Thoben 1 , S.Todt 2 1 Universität Bremen, Institut für integrierte Produktentwicklung 2 Universität Bremen, ZETEM – Zentrum für Technomathematik Abstract: Das durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt Metadis befasst sich mit dem Design[st1] disperser Reststoffsysteme und der Entwicklung eines Metamodells unter besonderer Berücksichtigung der Unsicherheit, die diese Systeme kennzeichnet. Während Simulationsmodelle meist direkt auf (physikalischen) Daten beruhen und daher nur in einem eingegrenzten Bereich Gültigkeit besitzen, haben Metamodelle den Vorteil, dass sie aufgrund ihrer grundlegenden abstrakten Beschreibung einen weiteren Bereich abdecken und verschiedene System-Konfigurationen zulassen. Metamodelle organisieren somit Informationen[st2] und nicht nur Daten und deren Zusammenhänge. Modelle und Simulationen werden angewendet, um Zusammenhänge und Abhängigkeiten zu beschreiben. Die Eindeutigkeit der Modelle ist dabei anzustreben. Da bei Recyclingprozessen Informationen über Materialien, deren Zustandsformen nur eingeschränkt vorhanden sind, existieren Unsicherheiten. Diese sollen bei der Aufstellung des Metamodells berücksichtigt werden und anhand des Beispiles von Altreifenrecycling erprobt werden. Einführung Nicht exakt zu beschreibende Parameter sind im Bereich der dispersen Reststoffsysteme, wie beispielsweise in vielen Recyclingprozessen, häufig anzutreffen und erlauben eine Modellentwicklung oder Simulation nur in gewissen Grenzen. Ziel ist daher die Entwicklung eines Metamodells, in dem Unsicherheiten und die hohe Dynamik der Prozesse berücksichtig werden. Informationen über