#######EARLY DRAFT – DO NOT QUOTE######## LOGISCHE UND SEMANTISCHE FUNKTION DER PRÄPOSITIONEN IN LEIBNIZ‟ SPRACHPHILOSOPHIE Von Lucia Oliveri (Padua/Münster) 1. EINLEITUNG Eine Untersuchung der Präpositionen bei Leibniz kann aufgrund ihrer synkatego- rematischen Natur zeigen, in welchem Sinne die Sprache – als strukturiertes, be- deutendes Zeichensystem – das logische Verhältnis unter den Notionen ausdrü- cken kann, und damit der Zusammenhang zwischen Grammatik und Semantik einerseits, und Logik anderseits, erhellen. Meiner Ansicht nach bekommt auch Leibniz‟ Versuch des Aufbaus einer characteristica universalis dank dieser Per- spektive ein neues Forschungsinteresse. Um das Interesse für diese Redeteile zu wecken, werde ich zuvor in einem kurzen Exkurs die vorgängige Tradition dar- stellen. Das Ziel ist, zu zeigen, was die Unterscheidung zwischen Kategoremen und Synkategoremen innerhalb der Tradition der sogenannten Mentalsprache im- pliziert; welche Fragen ihre Analyse erhoben hat und was diese Unterscheidung bei einem für Leibniz wichtigen Denker, wie Joachim Jungius, bedeutet. Beson- ders zeige ich, wie die Unterscheidung Kategoreme – Synkategoreme der zwi- schen Begriff und modi des Begreifens entspricht. Danach analysiere ich die viel- fältige Betrachtung dieser Redeteile bei Leibniz in Bezug auf seine Zurückfüh- rung der Präpositionen auf eine räumliche Grundbedeutung. Zum Schluss versu- che ich zu zeigen, warum diese Redeteile als cogitationes caecae bei Leibniz interpretiert werden können und welche Schlüsse man aus dieser Bestimmung im Rahmen von Leibniz‟ Sprachphilosophie ziehen darf.