NEULAB-10140; No. of Pages 14 Please cite this article in press as: A. Grimm, et al., Muskelultraschall in der neurologischen Diagnostik ein Überblick, Neurophysiol. Lab. (2013), http://dx.doi.org/10.1016/j.neulab.2013.02.001 ARTICLE IN PRESS +Model NEULAB-10140; No. of Pages 14 Neurophysiol. Lab. xxx (2013) xxx–xxx Online verfügbar unter www.sciencedirect.com Muskelultraschall in der neurologischen Diagnostik ein Überblick Muscle ultrasound in neurology an overview Alexander Grimm 1,2, , Otto W. Witte 1 , Hubertus Axer 1,2 1 Hans Berger Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Jena 2 Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum ,,Sepsis und Sepsisfolgen“, Universitätsklinikum Jena (CSCC) Zusammenfassung Bereits in den 1980er und 1990er Jahren wurden erste vielversprechende Ergebnisse in der Ultraschalluntersuchung der Muskulatur berichtet. Sonografisch läßt sich die Muskelstruktur bzgl. Echogenität beurteilen, es lassen sich Faszikulationen und mit neueren hochauflösenden Sonden auch Fibrillationen detektieren und es lassen sich Atrophieparameter der Muskulatur erheben. Durch die zunehmende Entwicklung der Kernspintomographie geriet die Sonographie hier jedoch deutlich in den Hintergrund und fristete einen Dämmerschlaf für fast 15 Jahre. In letzter Zeit haben jedoch Verbesserungen der Ultraschalldiagnostik durch Breitbandschallköpfe mit variabler Frequenzierung sowie hochauflösende Sonden mit hoher Frequenz und somit erhöh- ter Auflösungsfähigkeit neue Perspektiven ergeben. Es ist nun nicht nur möglich, die Ultrastruktur des Muskels und des ihn umgebenden Gewebes feiner darzustellen, sondern durch automatisierte Grauwertanalysemethoden ist auch eine exaktere Berechnung der Echogenitätsveränderungen mög- lich. Hier bieten sich in der Diagnostik neuromuskulärer Erkrankungen enorme Optionen. In dieser Zusammenschau sollen die Methode, die Untersuchungsabläufe und relevante Befunde der Myoso- nographie vorgestellt und diskutiert werden. Schlüsselwörter: Ultraschall; Muskel; neuromuskuläre Erkrankung Abstract In the eighties and nineties of the last century some interesting reports focused on ultrasound of the muscle in diagnostics of neuromuscular disorders. Different authors found changes in echo intensity and architecture of muscle as well as fasciculations. Unfortunately these findings mostly had no pathognomoneous aspect and were very common. Furthermore developments in imaging of muscle with MRI displaced myosonography from common diagnostics; it got lost in hibernation for about 15 years. But in the first decade of 20 th century new high-resolution probes tremendously improved this technique. On the one hand it is actually possible to illustrate the muscle and the Korrespondierender Autor: Dr. med. Alexander Grimm, Hans Berger Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Jena, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Erlanger Allee 101, D-07747 Jena. Telephon: ++49 +3641 9323564; Fax: ++49 +3641 9323402. E-mail: alexander.grimm@med.uni-jena.de (A. Grimm). http://dx.doi.org/10.1016/j.neulab.2013.02.001