Sonderdruck für private Zwecke des Autors
Internet- und Zitierungsbestseller der PPmP
Internet and Citation Bestsellers of the PPmP
Autoren Elmar Brähler
1
, Bernhard Strauß
2
Institute
1
Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie, Universitätsklinikum Leipzig AöR
2
Institut für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinikum Jena
Bibliografie
DOI http://dx.doi.org/
10.1055/s-0030-1265931
Psychother Psych Med 2010;
60: 415–416
© Georg Thieme Verlag KG
Stuttgart · New York ·
ISSN 0302-4350
Korrespondenzadresse
Prof. Dr. Elmar Brähler
Universitätsklinikum Leipzig AöR
Philipp-Rosenthal-Straße 55
04103 Leipzig
Elmar.Braehler@medizin.uni-
leipzig.de
Editorial 415
Immer mehr Leserinnen und Leser der PPmP
greifen auf die Online-Version der Zeitschrift
PPmP zurück. Neue Artikel sind schon längere
Zeit vor der gedruckten Version unter „e-First“
verfügbar. Der Verlag stellt im Netz auch Informa-
tionen über das Leseverhalten der Onlineartikel
zur Verfügung (https://www.thieme-connect.de/
ejournals/topten/ppmp).
Die am Stichtag 01.10.2010 am häufigsten gelese-
nen Artikel der letzten 12 Monate finden sich in
●
"
Tab. 1.
Zu den am meisten gelesenen Artikeln gehören
zum einen ganz aktuelle Arbeiten (z. B. [1]), zum
anderen Texte, die bereits zu Beginn des Jahr-
zehnts erschienen sind. Artikel vor 2000 tauchen
in der Statistik nicht auf, weil es erst seither elek-
tronische Artikel gibt.
Themen der oft gelesenen Arbeiten sind zum
einen spezielle Testverfahren (SCL-90, HADS,
SOC, FLZ-M), zum anderen spezifische, z. T. gera-
de „sehr moderne“ Krankheitsbilder (Depression,
Burn-Out, Anorexia nervosa, ADHS).
Die meistgelesene Arbeit befasst sich mit chroni-
schen Erkrankungen, psychischen Belastungen
und Krankheitsbewältigung [2]. Ein relativ neues
Thema ist die Versorgung psychisch kranker
Patienten mit Migrationshintergrund [3]. In
●
"
Tab. 1 ist auch die Zahl der Zitierungen im
Web of Science angegeben (Stichtag 22.10.2010).
Die „älteren“ Arbeiten von Hinz u. Schwarz [4],
Schumacher et al. [5] und Herschbach [6] gehören
zu den 4 am häufigsten zitierten Arbeiten der
PPmP seit 2000. Die Arbeiten von Bengel et al.
[3], Reime u. Steiner [7] sowie Geiser et al. [8]
wurden nicht so häufig zitiert ebenso [9, 10].
Dies kann zum einen daran liegen, dass nicht nur
Wissenschaftler die PPmP lesen, sondern auch
Praktiker [11]. Letztlich wissen wir aber nicht ge-
nau, wie unsere Leser zu den einzelnen Artikeln
finden: geht es über Suchbegriffe, Autoren, wer-
den spezifische Arbeiten angesteuert? Ginge es
nach Aktualität, so müssten neuere Arbeiten sehr
viel deutlicher an der Spitze liegen.
Um das Verhältnis von Zitierungen mit Internet-
lesegewohnheiten vergleichen zu können, sind in
●
"
Tab. 2 die schon häufig zitierten neueren Arbei-
ten der PPmP zusammengestellt.
In dieser Kategorie haben sich andere Arbeiten in
den Vordergrund geschoben als in ●
"
Tab. 1. Auch
hier taucht das Thema Migration prominent auf,
was wohl an dem Schwerpunktheft aus dem Jahr
2008 liegt [12, 13]. Die Themen Kriegskindheit
[14] und Kaufsucht [15] treten neu auf, das The-
ma der psychischen Störungen bei Studierenden
[16] ist nach wie vor virulent. Diagnostisch ist
Typ D von Interesse [17] und der relativ neue
Rang Name Thema Jahr Zitie-
rungen
Tab. 1 Die 10 am häufigsten
gelesenen Artikel der PPmP
(10 / 2009–09 / 2010) und die
Zahl ihrer Zitierungen im Web
of Science.
1. Bengel et al. Krankheitsbewältigung 2003 13
2. Hinz u. Schwarz HADS 2001 102
3. Dirmaier et al. Depression 2010 1
4. Lindert et al. Migration 2008a 0
5. Teufel et al. Anorexia nervosa 2009 0
6. Reime u. Steiner Burn-Out 2001 1
7. Schumacher et al. SOC 2000 41
8. Herschbach Lebensqualität 2002 51
9. Philipsen et al. ADHS 2009 1
10. Geiser et al. SCL-90 2000 20
Brähler E, Strauß B. Internet- und Zitierungsbestseller … Psychother Psych Med 2010; 60: 415–416