Wasserstoffspeicherung FVS Workshop 2001 Hochtemperatur-Metallhydride: Energiespeicher für das emissionsfreie Automobil Einleitung Metallhydride zeichnen sich durch eine sichere und lang- zeitstabile sowie eine besonders hohe volumenbezogene Speicherdichte für Wasserstoff aus. Konventionelle Tieftem- peraturhydride (siehe Beitrag Andreas Otto, GfE Metalle und Materialien GmbH) wurden bereits als Wasserstoff- speicher in verschiedenen Prototypen getestet. Darunter befinden sich auch mobile Anwendungen in Nischenberei- chen, z.B. bei kleineren Speichergrößen für Motorroller, Anwendungen im Schiffsbau oder Gabelstapler, bei denen das zusätzliche Gewicht toleriert oder sogar erwünscht ist. Für einen breiteren Einsatz im Automobilbereich wäre das Speichermodul auf Tieftemperaturhydridbasis jedoch bei angemessener Reichweite aufgrund des zu hohen Gewichtes unwirtschaftlich. Hier sind Speichertanks auf Leichtmetallhydridbasis erwünscht, die hinsichtlich des Gesamtmodulgewichts konkurrenzfähig zu konventionellen Speicheralternativen sind. Beispielsweise erreicht reines Magnesium (Mg) eine theoretische Speicher- kapazität von 7,6 Gew.-%. Unter Berücksichtigung von Wir- kungsgraden lässt sich daraus bei einer Speichermenge von 6 kg Wasserstoff (Reichweite 500 km) ein Gesamtmodul- gewicht von etwa 175 kg sowie ein Volumen von etwa 75 Litern abschätzen. Wesentliche Nachteile von Leichtmetall- hydriden waren bislang zum einen die träge Reaktionskine- tik, die Lade- und Entladezeiten von mehreren Stunden zur Folge hatte, und die hohe thermodynamische Stabilität, die Thom as Klassen Wolfgang Oelerich Rüdiger Bormann Institut für Werkstoffforschung GKSS-Forschungszentrum Geesthacht GmbH, Geesthacht www.gkss.de/wasserstoff