SPRAWOZDANIA ARCHEOLOGICZNE 56, 2004 PL ISNN 0081-3834 Anita Szczepanek (Kraków), Paweł Jarosz (Kraków), Magdalena Wieczorek-Szmal (Częstochowa) BRONZENE DOPPELHALSRINGE AUS DEM GRÄBERFELD VON OPATÓW, FST. 1, KR. KŁOBUCK, WOIW. ŚLĄSKIE VORBEMERKUNGEN Bei den 2003 auf dem Gräberfeld von Opatów von den Autoren des vorliegenden Bei- trags durchgeführten Rettungsgrabungen wurde ein Doppelanhänger aus schräg gerill- tem Bronzedraht geborgen. Er trat in der Grube des Körpergrabes 1343 zutage. Die Ber- gung eines weiteren, bereits siebenten Halsringes veranlasste die Autoren zur Vorlage aller bislang in Opatów ausgegrabenen Funde dieser Art samt Darstellung kompletter Grabinventare, in denen sie zum Vorschein kamen. Die behandelten Fundstücke werden in den Sammlungen des Archäologischen Instituts der Jagiellonen-Universität sowie im Archäologischen Museum in Krakau aufbewahrt. Die Nekropole von Opatów, Fst. 1, gehört zu den größten Bestattungsplätzen der ober- schlesisch-kleinpolnischen Gruppe der Lausitzer Kultur (Abb. 1: a, b). Die systematischen grabungsmäßigen Forschungen, die in den letzten Jahren hauptsächlich die Rettungs- grabungen darstellen, werden auf dem betreffenden Fundplatz seit 1938 vorangetrieben (Nosek 1946; Godlowski 1986; Szczepanek, Wieczorek-Szmal, Jarosz 2002). Bislang wur- den dort ca. 730 Gräber aufgedeckt, die in gleicher Anzahl mit der römischen Kaiserzeit und der Bronzezeit (Vorlausitzer und Lausitzer Kultur) in Verbindung zu bringen sind. In die Bronzezeitperioden III-V und die Hallstattstufen C/D datierte Grabobjekte waren Gegenstand zahlreicher Abhandlungen. Bereits veröffentlicht sind die Fundstoffe aus den 1938 untersuchten Gräbern (Nosek 1946); vorbereitet wurde eine vorläufige Bearbeitung des Fundmaterials aus den Forschungen von Godłowski aus der Zeit von 1956-83 (Szczepanek 1997; Wieczorek 1999); durchgeführt wurden die Studien zur Chronologie des Fundplatzes (Szczepanek 1999), zur Grabsitte (Szczepanek, Wieczorek-Szmal, Jarosz