~ ~ 118. Jg.(2001), H. 7/8 G. Fleischanderlet al.: Constraintsals Schlª zu industriellenKonfigurator-L6sungen 349 Constraints als Schlª zu industriellen Konfigurator-Liisungen G. Fleischanderl 1, G. Friedrich ~, A. Haselbiick l, H. Schreiner l, M. Stumptner 3 Moderne industrielle Produkte und Anlagen sollen viele Leistungsmerkmale bei niedrigen Produktionskosten bieten. Aus einer Menge von Komponenten werden variantenreiche individuelle Anlagen konfiguriert. Konfiguratoren mit Wissensbasen mit Constraints erfª diese Anforderungen, was mit grogen industriellen Anwen- dungen gezeigt wurde. Schlª Konfigurierung; Konfiguratoren; Softwarewerkzeuge; Constraints; industrielle Anwendungen Constraints as key to industry configurator solutions. Up-to-date products and sys- tems in industry want to offer many features at low production cost. Using a toolbox of components, individual systems with many variants are configured. Configurators using knowledge-bases with constraints fulfil those requirements. This has been shown with large industry applications. Keywords: configuration; con¡ software tools; constraints; industry appli- cations 1. Einfª 1.1 Stand der Technik In vielen Industriezweigen hat das Konfigurieren von Produkten einen wichtigen Stellenwert erlangt. Darun- ter fallen das AuswS.hlen, Zusammenstellen und Anpassen von Einzelteilen zu einem funktionsf~ihigen individuellen Produkt. Dieser Vertriebsprozess kann sehr komplex werden und wird mit Software-Werkzeu- gen, so genannte Konfiguratoren, unterstª Es gibt zahlreiche vielversprechende Vorschl~ige, wie Entwicklung, Wartung und Funktionalit~tt von Konfigu- ratoren verbessert werden k6nnen. Diese sind teilweise bereits in wirtschaftlich erfolgreichen Werkzeugen inte- g¡ Obwohl solche Werkzeuge in verschiedenen Kon- figurationsdomanen anwendbar sind, hat die tats~ichliche ' Dipl.-Ing. Dr. techn. Gerhard Fleischanderl, Dipl.-Ing. Dr. techn. Alois Haselb6ck,Dipl.-Ing. HerwigSchreiner, Siemens AG Osterreich, Programm- und Systementwicklung, Erdber- ger L~inde26, A-1030 Wien. (E-Mail: gerhard.fleischan- derl@siemens.at) 2 Univ.-Prof. Dipl.-Ing.Dr. techn. GerhardFried¡ Universitat Klagenfurt, Institut fª Wirtschaftsinformatikund Anwen- dungssysteme, Universit~itsstra8e 65-67, A-9020 Klagenfurt. (E-Mail: gerhard.friedrich@ uni-klu.ac.at) 3 Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Markus Stumptner, Techni- sche Universit~it Wien, Institutfª Informationssysteme, Favo- ritenstrage 9, A-1040 Wien. (E-Mail: mst@dbai.tuwien.ac.at) Projekterfahrung gezeigt, dass sie in Bezug auf Aus- drucksstS_rke und Effizienz verbessert werden mª In [1] werden die wichtigsten Ans~itze systematisch dargestellt: -- Produktionsregeln, z.B. R1/XCON bei Digital Equipment [2]; - Logik-basierte Ans~itze, z. B. [3]; -- Ressourcen-basierte Ans~itze, z. B. [4]; - Constraint-basierte Ans~itze, z. B. [5], [6]. Die meisten publizierten Anwendungen behandeln das Konfigufieren von Produkten und Systemen kleiner bis mittlerer Gr6ge. Groge Telekommunikationsanlagen, z. B. Switches in der 6ffentlichen Vermittlungstechnik, reichen weit ª die am h~iufigsten konfigurierten Pro- dukte hinaus. Bei der Entwicklung und Inbetriebnahme von Konfigu- ratoren wirken sich vor allem folgende Faktoren aus: -- Das Wissen der technischen Experten des Anwen- dungsgebiets muss in die L6sung einfliel3en. -- Informationen aus unterschiedlichen Unterneh- mensbereichen mª berª werden, ira Besonderen Vertrieb, Service und Fertigung. - Die Produktkataloge und Konfigurierungsregeln /indem sich h~ufig. Um die Produkte rasch aro Markt anbieten zu k6n- nen, soll die Entwicklungs- und Anpassungszeit fª Kon¡ kurz sein.