Systematische Beurteilung und Verbesserung des Engineerings von automatisierten Anlagen Dipl.-Ing. Andreas Schertl, Siemens AG, Erlangen Dr. rer. nat. Ulrich Löwen, Siemens AG, Erlangen Prof. Dr.-Ing. Alexander Fay, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg Dr.-Ing. Rainer Drath, ABB AG, Ladenburg Dipl.-Phys. Georg Gutermuth, ABB AG, Ladenburg Dipl.-Ing. Mathias Mühlhause, Otto-v.-Guericke-Universität, Magdeburg Dipl.-Inform. Miriam Ebel, Fraunhofer IITB, Karlsruhe Kurzfassung Im Beitrag werden die Ergebnisse der Arbeit des GMA-Fachausschusses 6.12 „Durchgängiges Engineering von Leitsystemen“ der letzten 1½ Jahre vorgestellt und zur Diskussion gestellt. Die Ergebnisse beinhalten eine Systematik zur Einordnung der Arbeits- weise einer Engineering-Organisation bezogen auf ihr wirtschaftliches, organisatorisches und technisches Umfeld und mögliche Maßnahmen zur Weiterentwicklung einer Engineering-Organisation. Abstract Various activities, methods, and tools have been proposed to improve engineering efficiency and effectiveness. However, their implementation often fails to yield the desired effects within an engineering organisation. This paper describes an approach to systematically assess engineering organisations and, on this basis, to identify means which are particularly suited to improve engineering within this organisation. 1. Motivation Angesichts des bestehenden und stetig steigenden Kostendrucks bei der Planung und Realisierung industrieller Anlagen ist die Steigerung der Engineering-Effizienz für Engineering-Organisationen (EO) von existenziellem Interesse. Die Daimler AG bezifferte 2005 den Kostenanteil für Engineering-Aufgaben zwischen 20 und 25 % des Gesamtinvests für eine Anlage in der Automobilfertigung – mit steigender Tendenz [1]. Häufig gewünschte Ziele sind eine schnellere Auftragsabwicklung, geringere Kosten, höhere Qualität und größere Flexibilität. Um diese Ziele zu erreichen, werden in EO immer wieder vermeintlich effizienzsteigernde Maßnahmen durchgeführt. Zu den typischen Maßnahmen gehört die