Airs zyxwvutsrq dern zyxwvutsrqp Institut fur Tierzucbt und Tierernahrung der Freien Universitut Berlin Direktor: Prof. Dr. K. Bronscb zyxw Zum Calciumstoffwechsel des Geflugels 4. Mitteilung Uber die Bestimmung des austauschbaren Skelettcalciums bei Legehennen zyxw Von D. SCHNEIDEK, I<. LORCHER und K. B~ONSCH Bei Legehennen sind bislang uber den Calciuniuiiisatz im Skelett noch keine aus- reichenden Angaben verfugbar. Daher schien es erforderlich, die Kenntnisse uber Einzelvorgange innerhalb des Skelett-Ca-Stoff wechsels zu erweitern. Der Einbau von Nahrungscalciuni in das Knochensysteni, der Umfang an austauschbarem Skelett- Calcium sowie die Mobilisationsrate von Calcium aus dem Skelett sind Gegenstaiid dieser Arbeit. Literatur Seit Iiingerer Zeit ist bekannt, dafi Heiinen etwa zehn Tage vor Beginn und wahrend der Legetftigkeit vermehrt Calcium retinieren (3, 4, 5, 6, 7, 8, 15, 16). Mit den1 Ein- setzen der erhohten Calciumretention erfolgt die Ausbildung von sogenanntem ,,medul- lary bone" in den Markhohlen der Skelettknochen (18). ,,Medullary bone", das als zusatzlicher mineralischer Speicher dient, dessen Inhalt bei Bedarf wahrend der Ei- schalenmineralisation rasch mobilisiert werden kann, hat keine Stutzfunktion. Diese Ansicht uber die funktionelle Bedeutung des ,,medullary bone" wurde durch histolo- gische (2) und cytologische (1 2) Untersuchungen bestatigt, die eine Abhiingigkeit im Auf- und Abbau des ,,medullary bone" voni Grad der Schalenmineralisation bzw. dem Funktionsstadium der Schalendruse ergaben. Endokrin wird die Bildung von ,,medullary bone" durch synergistische Wirkung oestrogener und androgener Hormone gesteuert (11, 12). ,,Medullary bone" kommt bei Legehennen in sanitlichen Knochen vor (14, 15). Auf der Basis der fettfreien Trockensubstanz wurden nachstehende prozentualen An- teile im Gesamtskelett ermittelt: Vor Ablage des ersten iiberhaupt gelegten Eies 11,7 O/o, nach dem zweiten 15 zyxwv O/O, nach dem vierten 16,6 ''in und nach dem sechsten Ei 23,6 zyxwvuts O/o. Rippen, Sternum, Beckenknochen, Wirbelknochen, Femur und Tibia enthielten besonders grofle Mengen an ,,medullary bone" (14).