C. Heim · P. Schoettker · D. R. Spahn
Département d’anesthésie, Centre Hospitalier Universitaire Vaudois (CHUV),
Lausanne
Glasgow Coma Score
für den Patienten
mit Schädel-Hirn-Trauma
Zusammenfassung
Der Glasgow Coma Score (GCS) wird auch heute noch, 30 Jahre nach seiner Erstbeschrei-
bung, weltweit verwendet, um komatöse Zustände zu quantifizieren. Die Evaluation drei-
er Komponenten, der okulären, motorischen und verbalen Antwort auf einen auditi-
ven oder nozizeptiven Stimulus, erlaubt die Einteilung eines Schädel-Hirn-Traumas in
3 Schweregrade, erleichtert die Informationsübermittlung und ermöglicht eine Verlaufsbe-
obachtung. Als Triage-Instrument darf der initiale GCS verwendet werden, sein prognosti-
scher Wert für das Outcome nach Schädel-Hirn-Trauma ist jedoch noch immer nicht ein-
deutig definiert. Bis heute ungelöst ist der Problemfall der Beurteilung eines sedierten, re-
laxierten und/oder intubierten Patienten. Nach wie vor fehlt ein Konsensus für die in sol-
chen Fällen angewandten Pseudoscores, was eine der Hauptkritiken am GCS ist.
Schlüsselwörter
Glasgow Coma Scale · Koma · Schädel-Hirn-Trauma · Summenscore · Pseudoscore ·
Glasgow Coma Score
Glasgow Coma Scale in traumatic brain injury
Abstract
Even 30 years after its first publication the Glasgow Coma Scale (GCS) is still used world-
wide to describe and assess coma. The GCS consists of three components, the ocular, mo-
tor and verbal response to standardized stimulation, and is used as a severity of illness in-
dicator for coma of various origins. The GCS facilitates information transfer and moni-
toring changes in coma. In addition, it is used as a triage tool in patients with traumatic
brain injury. Its prognostic value regarding the outcome after a traumatic brain injury still
lacks evidence. One of the main problems is the evaluation of the GCS in sedated, paral-
ysed and/or intubated patients. A multitude of pseudoscores exists but a universal defini-
tion has yet to be defined.
Keywords
Glasgow Coma Scale · Coma · Traumatic brain injury · Sum score · Pseudoscore ·
Glasgow Coma Score
Anaesthesist 2004 · 53:1245–1256
DOI 10.1007/s00101-004-0777-y
Online publiziert: 24. November 2004
© Springer Medizin Verlag 2004
Redaktion
H.J. Bardenheuer · Heidelberg
H. Forst · Augsburg
R. Rossaint · Aachen
D. Spahn · Lausanne
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