GEORGIJ A. KLIMOW AND M. SCH. CHALILOW BER GEORGISCHE LEHNWÖRTER IN BESHITISCHEN SPRACHE 1 КЛИМОВ Г.А., ХАЛИЛОВ М.Ш. ГРУЗИНСКИЕ ЗАИМСТВОВАНИЯ В БЕЖТИНСКОМ ЯЗЫКЕ Die in ihren Auswirkungen faßbare gegenseitige Bee- influssung der georgischen Sprache und der awaro-ando- didoischen Sprachen muB in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung mit der zunehmenden Konzentration des gesrll- schaftlichen Lebens in Georgien begonnen haben. Die frühesten Nachrichten für Kontakte von Georgiern und Didoern (Zesen) überliefert bekanntlich scbon die georgische Chronik „Das Leben der georgischen Könige― von Leonti Mroweli (8. Jh.), wo insbe- sondere berichtet wird, daß gemeinsam miit den Georgiern, Dsurdsuken und Leken auch die Zesen ihre Unabhängigkeit gegen die Chasaren verteidigten (1). In der Folgezeit erstarkten und erschlafften die wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen von Georgierm und Zesen je nach der konkreten geschichtlichen Lage in der Region. Man darf vermuten, daß ihre Höhepunkte in der Vergangenheit im 12.–13. Jh. sowie im 18.—19. Jh. lajen. Die Verbindung zwischen Georgien und Daghestan wurde über Wege realisiert, deren wichtigste über den Kodori- und Vat- lasch-Paß der Hauptkette des Großen Kaukasus verliefen und schon mittielalterlichen Autoren gut bekannt waren. Eines der führenden Zentren zwischen Georgien und Daghestan war die im didoischen Sprachgebiet liegende Siedlung Beshta. „Da Derbent, Semender und überhaupt der Küstenbereich Daghestans oft in die Hand ausländischer Eroberer gerieten und sich von den i n- neren Gebieten Daghestans abgeschnitten erwiesen―, schreibt in diesem Zusammenhang. M.R. Hasanow, „fungierten solch große 1 Статья опубликована в немецком научном журнале «Geor- gica» («Грузия»). – Jena-Tbilissi (Germany), 1987. – Heft 10. – С. 30–33.