200 M. Nekula suggests, inevitably involves to some degree the reanimation of the em pire's vocabulay and attendant perspective upon the world. The author's intention of revising the received narrative of Russian literary history as "the evolution of a socially engaged national literature" by demonstrating that it is also an "imperial literature imprinted with multiethnic cultural and power relationships" ["Evolution einer sozial engagierten National literatur(...) auch eine von multiethnischen Kultur- und Herrschaftsver hältnissen geprägte Imperialliteratur"J (p. 14; emphasis in the original) is laudable, and is admirably achieved in this book; but this vey achieve ment illustrates the maxim that "whosoever hath, to him shall be given, and he shall have more abundance." Melbourne Marko Pavlyshyn marko.pavlyshyn@monash.edu Markova, Jana: Religiöse Konzepte im tschechischen natio nalen Disurs (1860-1885). Hildesheim, Zürich, New York: Olms 2016. 371 S. (Westostpassagen. Slawistische For schungen und Texte 23) Die vorliegende Monograie von Jana Markovä enthält die grundlegen den Inormationen bereits im Titel: ,,Konzepte" verweisen darin auf die methodologische Verankerung der Arbeit in der kognitiven Linguistik, vor deren Hintergrund die Verfasserin die zeitgenössische Konzeptuali sierung der Nation und ihrer„Regeneration" analysiert. Letztere manifes tiert sich in der metaphorischen Übertragung von mit der religiösen Aus gangsdomäne verbundenen Bezeichnungen in die nationale Zieldomäne. Auch geht sie auf den Wandel der Konzepte LEIDEN oder KAMPF im Zusammenhang mit deren „reframing" ein (vgl. Tannen 1993). Trotz der Bemühung der Autorin, allgemeine Konzepte bzw. eine innere Struktur der„Rahmen" rame nach Fillmore 2006 oder Busse 2012) zu rekonstru ieren, verliert sie den Diskurs nicht aus den Augen, d.h. sie konzentriert sich bei ihrer Diskurs- und Textanalyse im untersuchten Zeitraum auf zwei zentrale Diskursereignisse: die Grundsteinlegung des tschechischen Nationaltheaters im Jahr 1868, verbunden mit der Festrede des Jung tschechen Kare! Sladkovsky (dazu detilliert vgl. Marek 2004), und die Grundsteinlegung ür das Jungmann-Denkmal im Jahr 1873, die durch eine Festrede des Alttschechen Frantisek Ladislav Rieger eingeleitet wur de (vgl. Hojda und Pokorny 1997, 54-64). Die Normativität dieser Reden zeigt sich nicht nur im gewählten Genre, sondern auch in ihrer Massen verbreitung sowohl durch die Tagespresse als auch durch Broschüren,