Diskussion Musikpädagogik 83/19 55 Freie Beiträge Völker, J. (2019, angenommen). „… als ob ein Deutscher sowas hört“. Kulturelle Repräsentationen und ethnische Projektionen im interkul- turell orientierten Musikunterricht. In C. Rolle & V. Weidner (Hg.), Jahresband 40 des AMPF. Münster/ New York: Waxmann (Musikpäda- gogische Forschung; 40). Weidner, V. (2019). Unterrichtsgespräche im Fach Musik aus der Sicht von Student*innen und Lehrer*innen, In C. Caruso, J. Hofmann, K. Schick & A. Rohde (Hg.) Sprache im Unterricht. Ansätze, Konzepte und Methoden (S. 49–65), Trier: WVT. Zacheja, H. (2019). Inklusiven Musikunterricht lernen. Studierende des Faches Musik in einer Theorie-Praxis verknüpfenden Lehrveranstal- tung für den inklusiven Musikunterricht ausbilden. In E. Christophel, M. Hemmer, F. Korneck, T. Leuders, & P. Labudde (Hg.), Fachdidak- tische Forschung zur Lehrerbildung (S. 251–262). Münster: Waxmann. Anmerkugen 1 www.qualitaetsoffensive-lehrerbildung.de/de/grundlagen-1695. html 2 www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung.php?B=951 3 Aufgrund der Aufteilung in zwei Förderphasen – die zweite Pha- se beginnt im Laufe des Jahres 2019 – befindet sich ein weiteres Projekt an der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg (OLE+, Mario Dunkel) erst in der Entwicklung und kann daher an dieser Stelle noch nicht ausführlich vorgestellt werden. Möglicherweise wird außerdem in der zweiten Förderphase in weiteren Projekten das Fach Musik neu hinzukommen. 4 https://llf.uni-mainz.de/lehr-lern-forschungslabor/ 5 https://www.zlb.uni-rostock.de/qualitaetsoffensive-lehrerbil- dung/projekt-im-ueberblick/allgemeine-informationen/ 6 https://www.hmt-rostock.de/studium/probe/ 7 https://www.pse-stuttgart-ludwigsburg.de/projekte/lehrerbil- dung_plus/schulpraxis/ 8 www.kolbi.uni-wuppertal.de 9 https://www2.uni-augsburg.de/projekte/lehet/ 10 Weitere Informationen: www.mupaed.de/forschung. 11 www.doprofil.tu-dortmund.de 12 www.hbksaar.de/qlb 13 www.uni-vechta.de/bridges 14 https://www.uni-kassel.de/themen/pronet/projektbeschrei- bung/handlungsfeld-iii/projekt-11.html 15 http://www.skill.uni-passau.de/kumusp/ 16 https://www.uni-erfurt.de/qualiteach/teilprojekte/methoden- training/ 17 https://www.leuphana.de/zentren/zzl/zzl-netzwerk.html 18 https://www.uni-regensburg.de/koleg/ 19 https://mwk.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pres- semitteilung/pid/auf-gute-lehrerinnen-und-lehrer-kommt-es-an- wissenschaftsministerium-foerdert-sieben-innovative-le/ 20 https://www.face-freiburg.de Abstract Teaching in the classroom is complex and difficult to grasp due to the many influencing factors. In active music making, the great heterogeneity of the prerequisites and the diversity of the content and methodological possibilities cumulate with the will- ingness of the learners to work together at an identical point in time towards a common goal. In the sense of a solution approach, this article proposes a model, which understands the disciplin- ary , cultural and personal formation as interrelated aspects in which the specific interacts with the generic. Understood in this way, music (just like any other discipline) develops its specific characteristics in school particularly well and sustainably if the teaching remains interested in the relationships and dialogue with the people, the disciplines and the cultures involved. Unterricht im Schulfach Musik als Unmöglichkeit oder multiple Herausforderung? Der Unterricht im Klassenzimmer ist, durch verschie- dene Einflussfaktoren, grundsätzlich schwer zu fassen und komplex. Er interagiert mit einer Vielzahl von Wis- sen, persönlichen Erfahrungen, Träumen, Hoffnungen und auch Ängsten jedes einzelnen beteiligten Lehrenden und Lernenden (bspw. Jörissen & Marotzki, 2009; Ma- rotzki, 1990; Neuweg, 2015). Gleichzeitig sind musika- lische Tätigkeiten (nicht nur neurologisch gesehen) gr- undsätzlich mehrdimensionale Feuerwerke - sei es das Hören von Musik, das Halten eines Rhythmus, das Sin- gen einer Melodie, das Komponieren, das Spielen eines Instruments, das Tanzen und sogar das Sprechen. Men- schen reagieren unterschiedlich auf diese Aktivitäten in den Dimensionen, die für sie als Individuen oder in der Gruppe mitschwingen. Musikalische Tätigkeiten bedingen in hoher Dringlichkeit, nicht nur kognitive Fähigkeiten und Fertigkeiten der Beteiligten, sondern auch deren Bereitschaft, d.h. „die damit verbundenen, motivationalen, volitionalen und sozialen Bereitschaften und Fähigkeiten” (Weinert, 2001, S. 27). Kurz gesagt be- deutet dies: „Alle müssen wollen“; dieser kategorische Imperativ kann, bedingt durch die musikimmanenten Anforderung an temporale, intonatorische und stilis- tische Qualitätskriterien, als Killerkriterium für den Musikunterricht im Klassenzimmer angesehen werden (Cslovjecsek, 2009). Die Faktoren „Heterogenität der Be- teiligten“, „Vielfalt der Möglichkeiten“ und „Relativität der Qualitätsansprüche“ führen dazu, dass der Unter- richt insbesondere dann gelingt, wenn alle Mitwirk- enden, also auch die Schülerinnen und Schüler, selber Verantwortung übernehmen, das heisst, wenn die Ziele geklärt und die Identifikation jedes Mitwirkenden hoch, oder, wenn die Autorität der Leitenden gross und von Markus Cslovjecsek Integrated Music Education ein Versuch konstruktive Kräfte im Schulmusik-Unterricht zu erkennen und zu nutzen