ASUMAN LÄTZER-LASAR KÖPFE UND PORTRÄTS AUF HELLENISTISCH-RÖMISCHER KERAMIK AUS EPHESOS Koroplastische Köpfe oder Gesichter auf Keramik darzustellen hatte in der antiken Welt eine lange Tradition, die bis in die Bronzezeit zurückgeht (beispielsweise die sog. Gesichtsvasen bzw. Gesichtsurnen). 1 Im klein- asiatischen Raum bildeten sich als Besonderheit in den Werkstätten der sog. Kleinmeister zwei eigene Keramikgruppen im Laufe des 7. Jhs. v. Chr. heraus – die sog. plastischen Gesichtstassen und die sog. Kopfkantharoi der Kleinmeisterklasse, welche freimodelliert oder mit Hilfe von Matrizen gefertigt wurden. 2 Letztere erfuhren einen überregionalen Handel in die griechischen Kolonien und wurden noch bis ins 2. Jh. n. Chr. produziert. 3 Die Herstellung von Keramik in der Matrizentechnik erreicht in Grie- chenland und Kleinasien während des Hellenismus einen Höhepunkt. Köpfe, Büsten oder Porträts wurden in der Matrize geformt und dann auf das Gefäß appliziert. Im Folgenden werden Exemplare von matri- zengeformten Köpfen und Porträts auf ephesischer Keramik aus helle- nistischer Zeit näher vorgestellt und in ihrem lokalen, soziokulturellen Bedeutungskontext verortet. In der ersten Hälfte des 2. Jhs. v. Chr. entwickelte sich in Ephesos eine Massenproduktion an aufwändig verzierter Keramik, die überregional verhandelt wurde. Abstrakte, vegetabile und auch fgürliche Dekormotive auf den Gefäßen zählten dabei zum Standardrepertoire der Töpfer. Als 1 Hacilar, Mitte 6. Jahrtausend v. Chr.: Mellart 1965, 106, Abb. 90; Nordsyrien, 2. Jahrtausend v. Chr.: Reallexikon der Assyriologie, 3. Bd., s. Gesichtsvasen, 297–299; in Troja: Schmidt 1902, passim. 2 Schlotzhauer 2006, 230. 3 Ebd., 238; 243, Anm. 15. Hinweise: - sämtliche Umbrüche (Zeilen- und Spaltenumbrüche) sind noch nicht gemacht! > bitte noch nicht auf Trennungen und Lücken achten + bitte noch nicht auf einzelne Zeilen oben und unten achten - genaue Bildplatzierung und Bildgrößen sind noch nicht gemacht