8. Internationale Energiewirtschaftstagung an der TU Wien IEWT 2013 Seite 1 von 15 Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte von Smart-Grids-Lösungen Beate FRIEDL 1(2) , Markus G. BLIEM (2) , Michael G. MIESS 1(3) , Stefan SCHMEL- ZER 1(3) , Maria AIGNER 1(4) , Alfons HABER (5) , Ernst SCHMAUTZER (4) (2) Institut für Höhere Studien Kärnten, Alter Platz 10, 9020 Klagenfurt, +43 (0) 463 592 150- 21, friedl@carinthia.ihs.ac.at, www.carinthia.ihs.ac.at (3) Institut für Höhere Studien, Stumpergasse 56, 1060 Wien, +43 (0) 1 59991-138, miess@ihs.ac.at, www.ihs.ac.at (4) Technische Universität Graz, Institut für Elektrische Anlagen, Inffeldgasse 18/1, 8010 Graz, +43 (0) 316 873-7567, maria.aigner@tugraz.at, www.ifea.tugraz.at (5) Allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger, Viriotgasse 4/2/10, 1090 Wien, +43 (0) 664 4145428, alfons@haber.co.at Dieses Projekt wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des Programms „NEUE ENERGIEN 2020“ durchgeführt. Kurzfassung: Die energie- und klimapolitischen Ziele der Europäischen Union lassen die Anforderungen an die Stromnetze steigen und bedingen mittelfristig einen umfassenden Transformations- prozess – gekennzeichnet durch einen hohen Investitionsbedarf. Künftig sollen die Strom- netze nicht nur eine große Anzahl an volatilen dezentralen Stromerzeugern aufnehmen kön- nen, sondern gleichzeitig soll der Lastfluss effektiv gesteuert (Stichwort: Demand-Side- Management) und zusammen mit dezentralen Energiespeichern die Versorgungssicherheit auch künftig gewährleistet werden. Mit Hilfe von Smart Grids soll die Erreichung ambitionier- ter Energie- und Klimaziele unterstützt werden und Kunden neue Möglichkeiten bekommen am Strommarkt teilzunehmen – nämlich von Verbrauchern hin zu „Prosumern“ (PRO- ducer/conSUMER). Der vorliegende Beitrag analysiert die mit der Einführung von Smart-Grids-Lösungen zu- sammenhängenden Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte. Der Fokus liegt dabei auf einer Analyse der sektoralen Beschäftigungseffekte, der Entwicklung der Arbeitslosigkeit und des Bruttoinlandsproduktes. Im Hinblick auf die Modernisierung der Netze, aber insbesonde- re auch auf die Gestaltung der Energiewende (Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energie- träger) sowie die Integration der Haushaltskunden als „Prosumer“ und flexible Marktteilneh- mer (Smart Home), sind umfangreiche Investitionen notwendig. Im Rahmen des vom Klima- und Energiefonds geförderten Projektes „ECONGRID“ [5] wurden verschiedene Smart-Grids- Lösungen (ECONGRID-Szenarien) erstellt und analysiert. Das Szenario „Flexdemand“ zeichnet sich durch eine hohe Durchdringung dezentraler Erzeugungsanlagen in Kombinati- 1 Jungautor