Fahrzeugdetektion und -erkennung mittels mehrdimensionaler Farbhistogrammanalyse Uwe Knauer, Ralf Reulke und Beate Meffert Humboldt-Universität zu Berlin Institut für Informatik Unter den Linden 6, 10099 Berlin eMail: {knauer, reulke, meffert}@informatik.hu-berlin.de Zusammenfassung. Die Farbe der Lackierung von Fahrzeugen ist ein Merkmal, das mit Überwachungskameras gemessen werden kann. Durch im Videobild platzierte Detektorbereiche kann zunächst die Anwesenheit eines Fahrzeugs automatisch erkannt werden. Das im Moment der Detektion aus dem Bild bestimmte Farbhistogramm des Fahrzeugs steht dann für die Wiedererkennung in anderen Bildbereichen zur Verfügung. Verschiedene Metriken für den Vergleich von Histogrammen werden hinsichtlich ihrer Eignung zur Unterscheidung der Fahrzeuge verglichen. 1 Einleitung Für Telematikanwendungen im Straßenverkehr und für Zwecke der Verkehrsforschung stehen eine Reihe von Sensoren zur Verfügung, die Informationen über das Verkehrsgeschehen liefern können. Am weitesten verbreitet sind Induktionsschleifen, die insbesondere für Ampelsteuerungen verwendet werden. Allerdings kann mit ihnen der Verkehr nur lokal beobachtet und analysiert werden. Andere Ansätze, wie bspw. Floating Car Data (FCD), erlauben umgekehrt die flächenbasierte Einschätzung des Verkehrs [1]. Schlussfolgerungen für einen begrenzten Bereich (räumlich und zeitlich) lassen sich aus FCD nicht ohne weiteres ziehen. Demgegenüber können mit optischen Systemen sowohl lokale (querschnittsbezogene) als auch streckenbezogene Verkehrskenngrößen gleichzeitig ermittelt werden [2]. Für die automatisierte Verkehrsbeobachtung gibt es eine Reihe verschiedener Ansätze [3,4]. Während Verfahren, die auf dem Tracking der einzelnen Verkehrsteilnehmer basieren, noch Gegenstand der Forschung oder in der Erprobungsphase sind, werden sogenannte optische Schleifen schon seit einigen Jahren erfolgreich vermarktet und eingesetzt. Ein etabliertes System in diesem Bereich ist Autoscope Solo [5]. Ausgehend vom Messprinzip einer optischen Schleife, welches dem der Induktionsschleife nachempfunden ist, sollen durch die zusätzliche Ableitung fahrzeugspezifischer Farbmerkmale Möglichkeiten zur Wiedererkennung von Fahrzeugen in anderen Bildbereichen oder durch andere Kameras untersucht werden. Weil die Ableitung streckenbezogener Verkehrsdaten immer dann möglich ist, wenn ein Fahrzeug mehrmals beobachtet und identifiziert werden kann, ist es eine zentrale Frage für die Bildanalyse, wie zuverlässig eine Wiedererkennung erfolgen kann. Den Schwerpunkt der hier beschriebenen Untersuchung bildet die Gegenüberstellung verschiedener Metriken zum Vergleich von Histogrammen.