Biuletyn Polskiej Misji Historycznej Bulletin der Polnischen Historischen Mission ISSN 2083-7755 (print) / ISSN 2391-792X (online) Nr 15/2020: 203–230 DOI: htp://dx.doi.org/10.12775/BPMH.2020.008 Andrzej Kopiczko Uniwersytet Warmińsko-Mazurski w Olsztynie E-Mail: andrzej.kopiczko@uwm.edu.pl ORCID ID: htps://orcid.org/0000-0002-9834-2433 Vom Lyceum „Hosianum“ bis zur Staatlichen Akademie zu Braunsberg Organisatorische Änderungen und deren Umstände Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Situation im Priesterseminar Braunsberg, in dem seit 1565 die Priesteramtskandidaten aus der Diözese Ermland ausgebildet wurden, komplizierter. Hierauf hatte die Aufebung des Jesuitenordens großen Einfluss. In Braunsberg war im Jahre 1780 das Königliche Akademische Gymnasium ins Leben gerufen worden, in dem die Studenten des Diözesan-Seminars 1 Vorlesungen besuchten. Im Jahre 1810 führte die preußische Regierung eine Säkularisierung der kirchlichen Institutionen durch. Damals wurde unter anderem das Kollegiatkapitel in Guttstadt aufgelöst. Ein Jahr später wurden am Königlichen Gymnasium die philosophischen und theologischen Kurse im Bereich der Priesteraus- bildung 2 eingestellt. In jenen Jahren wurden unterschiedliche Entwürfe für die Priester- amtskandidatenausbildung diskutiert. Man erwog unter anderem die Schaffung eines Alumnats für die ermländischen Teologiestudenten in 1 A. Szorc, Warmińskie Seminarium Diecezjalne w trudnym stuleciu 1772–1872. Zarys problematyki, in: Studia Warmińskie, 34 (1997), S. 155. Siehe bezügl. dieser Institution B. M. Rosenberg, Das Akademische Gymnasium 1772–1811, in: Zeitschrif für die Geschichte und Altertumskunde Ermlands (weiter: ZGAE), 30 (1966), S. 516–537. 2 A. Kopiczko, Duchowieństwo katolickie diecezji warmińskiej w latach 1525–1821, 1 (2000), S. 65.