25. Symposium Photovoltaische Solarenergie, Bad Staffelstein, 03.-05.03.2010 Temperaturmodell multifunktionaler PV-Bauelemente Ergebnisse aus dem Projekt MULTIELEMET N. Henze 1 , S. Misara 1 , P. Mazumdar² 1 Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (FhG-IWES) Bereich Anlagentechnik und Netzintegration Königstor 59, D-34119 Kassel, Tel.: (0561) 7294-212, Fax: (0561) 7294-200, e-mail: smisara@iset.uni-kassel.de ² National Institute of Technology Tiruchirapalli, India Faculty Electrical and Electronics Engineering e-mail: mazumdar.poornima@gmail.com 1. Einführung Photovoltaik-Anlagen im Gebäudebestand sowie bei Neubauten werden in Zukunft zunehmend als gebäudeintegrierte Anlagen realisiert. Durch die mittlerweile große Produktvielfalt von Modulen zur Gebäudeintegration wie zum Beispiel Glas- oder Blechlaminate, aber auch PV-Dachziegel und Folien, bieten photovoltaische Bau- elemente viele Anwendungsmöglichkeiten, um konventionelle Bauteile oder Baustof- fe in der Gebäudehülle zu ersetzen. Somit erfüllen sie nicht nur die allgemeinen An- forderungen an eine Gebäudehülle, sondern produzieren zusätzlich auch Strom und übernehmen zudem weitere Funktionen wie z. B. Sonnenschutz, Blendschutz oder Schalldämmung [1]. Allerdings liegen in der Gebäudehülle aufgrund der meist nicht optimalen Ausrich- tung, der schlechteren Hinterlüftung und des mehrschichtigen Modulaufbaus ungüns- tigere Randbedingungen vor, die zu einer schlechteren Performance und damit zu einem geringeren Energieertrag führen, als bei konventionell aufgeständerten PV- Anlagen. Eine wichtige Größe bei der Berechnung der Leistung eines PV- Bauelements ist neben der Einstrahlung die Zellentemperatur. In diesem Beitrag wird ein Temperaturmodell für PV-Bauelemente vorgestellt, mit dem die Zelltemperatur bestimmt werden kann. Mit Temperaturmodellen, die sowohl unterschiedliche PV- Technologien und Aufbauten als auch verschiedene Einbausituationen berücksichti- gen, ist eine genauere Berechnung des Energieertrags möglich. Gleichzeitig können