bedingu I iten ko Lars Holtkamp und Stephan Grohs 1 Einleitung mun letl Jugendpolitik findet in erster Linie auf kommunaler Ebene statt. Zwar stammen die wesentlichen Gesetze und Farderprogramme von Bund und Lindern, deren letztendliche Umsetzung findet jedoch bis auf wenige Ausnahmen auf der lokalen Ebene statt. Die lokalen Spielraume sind teils erheblich, zudem setzen zahlreiche Kommunen eigene Schwerpunkte in der Jugendpolitik. Die Kommunen fUhren also auf der einen Seite pflichtige Selbstverwaltungsaufgaben aus, deren Spektrum durch Bundes- und Landesgesetze, insbesondere das Kinder- und Jugendhilfege- setz (SGB VIII) vorgegeben werden. Hierzu geharen die Jugendhilfe und das An- gebot von Tagesbetreuung. Andererseits gestalten und fardern die Kommunen im Rahmen ihrer freiwilligen Aufgaben in Zusammenarbeit mit einer Vielzahl"anderer Akteure Angebote fUr Jugendliche, die von Jugendtreffs iiber Beratungsangebote bis zu Jugendfreizeiten uns Sportveranstaltungen reichen. Zum Verstandnis del' Jugendpolitik ist es daher unabdingbar, die kommunal- politischen Rahmenbedingungen, wesentliche Akteure und Prozesse zu kennen. Dieser Beitrag fiihrt zunachst in Aufgabenspektrum, kommunalpolitische Institu- L. Holtkamp ([8J) Lehrgebiet: Politikwissenschaft IV: Politik und Verwaltung, Fern UniversWit Hagen, 58084 Hagen, Deutschland E-Mail: lars.holtkamp@uni-konstanz.de S. Grohs Lehrstuhl fUr vergleichende Policy-Forschung und Verwaltungswissenschaft, Universitat Konstanz, Fach D 91, 78457 Konstanz, Deutschland E-Mail: stephan.grohs@uni-konstanz.de 177 Zuerst ersch. in : Political (Re)Turn? : Impulse zu einem neuen Verhältnis von Jugendarbeit und Jugendpolitik / Werner Lindner (Hrsg.). - Wiesbaden : VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2012. - S. 177-192. - ISBN 978-3-531-18105-9 Konstanzer Online-Publikations-System (KOPS) URN: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:352-213678