lässt auf verschiedene Stoffwechselakti- vitätenschlieûen. Da die momentane industrielle Pro- zesskontrolle auf gemessenen Sauer- stoffaufnahmeraten oder entsprechende Offline-Analytiken der Metaboliten ba- sieren, soll durch die vollautomatische RQ-ErmittlungeinneuesVerfahrenzur Fermentationsüberwachung etabliert werden.Bisherwardiese,inbakteriellen KultivierungenstandardisierteMethode, aufgrund der schwierigen CER-Berech- nung bei Zellkulturen keine adäquate Alternative. [1] B.Frahm, J. Biotechnol. 2002, 99,133. V7.38 Stabilitätsanalysen von Polymer-DNA-Komplexen für nicht-viralen Gentransfer A. Schallon 1) (E-Mail:anja.schallon@uni-bayreuth.de), C. V. Synatschke 2) , Dr. A. Walther 3) ,Dr. V. JØrôme 1) , Prof. R. Freitag 1) , Prof. A. H. E. Müller 2) 1) Universität Bayreuth, Lehrstuhl für Bioprozesstechnik, Universitätsstraûe 30, D-95447 Bayreuth, Germany 2) Universität Bayreuth, Lehrstuhl für Makromolekulare Chemie II, Universitätsstraûe 30, D-95447 Bayreuth, Germany 3) Aalto University (Helsinki), Molecular Materials Group, Department of Applied Physics, School of Science and Technology, P.O. Box 15100, FIN-00076 Aalto, Finland DOI: 10.1002/cite.201050329 Ein kontrollierter und effizienter Trans- port von genetischem Material ist ein wichtiger Schritt bei der genetischen Modifikation von Säugerzellen in der Biotechnologie. Im Gegensatz zu Viren sindVektorenwiekationischePolymere deutlich günstiger, einfacher und siche- rer in Herstellung und Handhabung, allerdings auch weniger effizient. Die Gründe hierfür sind komplex und nur wenigedavonbereitsverstanden. Unter Verwendung maûgeschneider- ter Polymere auf Basis von Polyethylen- imin (PEI) und Poly(2-dimethylamino- ethylmethacrylat)(pDMAEMA)wirdder Zusammenhang zwischen Polymer- struktur und geeigneten Mechanismen zur Überwindung der verschiedenen Barrieren der Transfektion analysiert. Dabei haben bisherige Untersuchungen gezeigt,dassderTransportderKomple- xe zum Kern kein Garant für eine Pro- duktionvonrekombinantemProteinist. In dieser Studie soll gezeigt werden, dass das Loslösen der pDNA aus den Polyplexen und das damit verbundene Überwinden der Kernmembran ein wichtiger Aspekt zum weiteren Ver- ständnis der Transfektionskinetik ist. Um Aussagen über die Stabilität der Polyplexe zu treffen, wurden Schmelz- kurven und Assays zum Auflösen der Polyplexe durchgeführt. Dabei konnte festgestellt werden, dass die Stabilität der Polyplexe stark vom Monomer ab- hängig ist. Anhand dieser Assays kön- nen verschiedene Komponenten der Zelle (u.a. Zytoplasma und Memb- ranen) auf ihren Einfluss auf die Poly- plexstabilität untersucht werden, ein entscheidender Schritt bei erfolgreicher Transfektion. V7.39 Mikroumgebungsanalyse in Polyelektrolytkapseln für das Verständnis des Zellwachstums M. Werner 1) (E-Mail:melanie.werner@uni-bayreuth.de), T. Lade 1) , Dr. V. JØrôme 1) , Dr. H. Hübner 2) , Prof. R. Buchholz 2) , Prof. R. Freitag 1) 1) Universität Bayreuth, Lehrstuhl für Bioprozesstechnik, Universitätsstraûe 30, D-95447 Bayreuth, Germany 2) Universität Erlangen-Nürnberg, Lehrstuhl für Bioverfahrenstechnik, Paul-Gordan-Straûe 3, D-91052 Erlangen, Germany DOI: 10.1002/cite.201050349 Die Anwendungsmöglichkeiten verkap- selterSäugetierzellensindvielfältigund vorrangigimBereichderBiotechnologie oder der medizinischen Forschung zu finden, z.B. als Mikroumgebung für Tissue Engineering. Durch die stabile Kapselmembran ist es möglich, im In- nern hohe Zelldichten und Viabilitäten zuerreichen. Ziel ist die Untersuchung der Mikro- umgebung in den Kapseln sowohl hin- sichtlich der zellbiologischen als auch der materialtechnischen Eigenschaften. Das verwendete Material Natriumcellu- Abbildung. RQ-Messung während einer CHO-Zellfermentation. 1506 7 Biotechnologie www.cit-journal.de 2010 Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim Chemie Ingenieur Technik 2010, 82, No. 9