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Redaktion
T. Fydrich, Berlin
W. Schneider, Rostock
CME Weiterbildung • Zertifizierte Fortbildung
Psychotherapeut 2009 · 54:469–485
DOI 10.1007/s00278-009-0701-7
Online publiziert: 20. November 2009
© Springer Medizin Verlag 2009
Claas-Hinrich Lammers
1
· Wolfgang Schneider
2
1
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Asklepios Klinik Nord – Ochsenzoll, Hamburg
2
Klinik und Poliklinik für Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin, Universität Rostock
Die therapeutische Beziehung
Verfahrensübergreifende Aspekte
Zusammenfassung
Der therapeutischen Beziehung muss eine große Bedeutung beigemessen werden. Sowohl die Kennt-
nis der sehr unterschiedlichen Aspekte möglicher Beziehungsgestaltungen als auch das Erlernen ver-
schiedener Formen der therapeutischen Handhabung der Beziehung sind von entscheidender Bedeu-
tung für den Therapieerfolg. Im psychotherapeutischen Prozess kommen Wirkfaktoren zur Anwen-
dung (Ressourcenaktivierung, Problemaktivierung, Problemklärung und Problemlösung), welche
überwiegend in enger Abfolge bzw. sogar gleichzeitiger Anwendung erfolgen. Dies gilt auch für die
vom Therapeuten intendiert eingesetzten Beziehungsangebote, welche sich ebenfalls auf der Grund-
lage der Wirkfaktoren konzeptualisieren lassen. Es zeigt sich, dass eine einzelne Beziehungsquali-
tät durchaus unterschiedliche therapeutische Wirkmechanismen evoziert (z. B. auf die Problemak-
tualisierung und -klärung). Eine erfolgreiche therapeutische Beziehungsgestaltung ist gekennzeich-
net durch eine hohe Flexibilität des Therapeuten, die sich zwischen den Polen Verständnis/Bestäti-
gung, Anleitung/Unterstützung und Führung/Kontrolle bewegt. Eine gute therapeutische Beziehung
in dem Sinne, dass diese der Besserung des Patienten dienlich ist, zeichnet sich demnach durch ei-
ne Flexibilität des Therapeuten in seinem Beziehungsangebot aus, welches sich nicht mehr eindeutig
einer Therapieschule zuordnen lässt. Um der Bedeutung der therapeutischen Beziehung Rechnung
zu tragen, müssen in der Ausbildung und Supervision die hierzu notwendigen spezifischen Kompe-
tenzen gelehrt werden. Hierzu gehört neben einer fundierten theoretischen Ausbildung in den rele-
vanten Aspekten der Beziehungsgestaltung die Praxis der Beziehungsgestaltung sowohl in der An-
schauung als auch in der eigenen Erprobung.
Schlüsselwörter
Psychotherapie · Therapeutische Beziehung · Psychotherapeutische Wirkfaktoren · Therapiever-
fahren · Psychotherapeutische Ausbildung
The therapeutic relationship · Multi-disciplinary aspects
Abstract
The therapeutic relationship is deserving of special consideration. Both knowledge of the widely vary-
ing aspects of proposals in terms of possible relationship regulation and acquisition of the different
forms of therapeutic relationship management are crucial for therapeutic success. Impact factors are
used in the psychotherapeutic process (resource activation, problem activation, problem identifica-
tion and problem solving), which are predominantly used in rapid succession or even simultaneous-
ly. This is also true of the relationship proposals intended and deployed by the therapist, which can al-
so be conceptualised on the basis of impact factors. It has been shown that a single relationship qual-
ity can have very different mechanisms of action (e.g. on problem updating and identification). Suc-
cessful therapeutic relationship regulation is characterized by high flexibility on the part of the ther-
apist, who is able to move between the poles of understanding/confirmation, guidance/support and
leadership/control. A good therapeutic relationship in terms of effecting an improvement in the pa-
tient is characterized according to the therapist’s flexibility as regards what he/she can offer in the re-
lationship, a flexibility which can no longer be squarely attributed to one therapy discipline alone. In
order to take the significance of the therapeutic relationship into account, the training and specif-
ic skills required for this need to be taught during training and supervision. A prerequisite to this, in
addition to a sound theoretical training in the relevant aspects of relationship regulation, is relation-
ship regulation skills in terms of both concept and own practical experience.
Keywords
Psychotherapy · Therapeutic relationship · Psychotherapeutic impact factors · Therapy disciplines ·
Psychotherapeutic training
469 Psychotherapeut 6 · 2009
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