stand festgestellt. Somit lafit sich im variierten Venveilzeit- bereich auf eine gleichbleibende Filterkuchenstruktur zu- riickschliefien. zyxwvutsrq 4 SchluSfolgerung und Ausblick Aus den Ergebnissen dieser ersten Versuche 1aBt sich ablei- ten, daI3 die Ausbildung des Filterkuchens wesentlich von der Drehzahl der Filterscheiben und der Filtrationsdruck- differenz abhangt. AuBerdem wird die Filterkuchenstruktur von der Partikelgronenverteilung und der Feststoffvolumen- konzentration des dispersen Feststoffes beeinflufit. Die Abnahme des Filterkuchenwiderstandes in Abhangigkeit von der Drehzahl in Abb. 3 lafit auf eine bei hoheren Drehzahlen verstarkte Beeinflussung der Filterku- chenhohe durch den Stromungszustand im Scherbereich zwischen den rotierenden Filterscheiben und dem Schaber- messer schlieBen. Die sich ausbildende Filterkuchenstruk- tur wird aufgrund des mit der Partikelgrofienverteilung des suspendierten Feststoffes einhergehenden Klassieref- fektes noch zusatzlich beeinflufit. Zur vollstandigen Aufkla- rung dieser Zusammenhange werden noch weitere Unter- suchungen durchgefuhrt. Der mit steigender Filtrationsdruckdifferenz (Ap zyxwvutsrqpon > zyxwvutsrq 3 bar) relativ konstant bleibende Filtratvolumenstrom 1aBt sich auf die Verdichtung der Filterkuchenstruktur zu- ruckfuhren. Der festgestellte geringere Filterkuchenwider- stand (fur Filtrationsdruckdifferenzen Ap < 3 bar) bei der hoheren Feststoffvolumenkonzentration (c, = 5 %) wird vermutlich durch eine verstarkte Briickenbildung der Parti- kel in der Filterkuchenstruktur verursacht und hangt des weiteren noch von der Partikelgrofienverteilung des Fest- stoffes ab. Ein EinfluB der Venveilzeit der Suspension im Druckbehalter konnte nicht festgestellt werden. Eingegangen am zyxwvuts 4. August 1998 [K 24581 Formelzeichen Feststoffvolumenkonzentration mittlerer Partikeldurchmesser Drehzahl der Filterscheiben Filtrationsdruckdifferenz Gesamtwiderstand Anfangswiderstand (Filtermittelverstopfung) Filterkuchenwiderstand Filterkuchenwiderstand im stationaren Zustand Filtrattemperatur spezifischer Filtratvolumenstrom Suspensionsvolumenstrom Porengrofie des Filtermittels dynamische Viskositat des Fitrates (bei Filtrattemperatur) zyxwvu Chemie lngenieur Technik (71) 4 I99 5. 380-384 zyxwvu 0 WILEY-VCH Verlag GmbH. D-69469 Weinhelm. 1999 0009-286X/99/0102-0380 117 50+.50/0 Literatur PIESCHE, M.; BIERDEL, M.; JANOSKE, U. Chem.-1ng.-Tech. 69 (1997) 7, S. 955/958. ActaMechanica 50 (1984) S. 193/199. KOBAYASHI. R.; KOHAMA. Y.; TAKAMADATE, CH. Acta Mechanica 35 (1980) S. 71/82. ActaMechanica 66 (1987) S. 21/38. ZAMM58 (1978) S. T350/T353. VDI-Fortschrittberichte, Reihe 3 (Verfahrenstech- nik), Nr. 435, VDI-Verlag, Diisseldorf 1996. KOHAMA. Y. KOHAMA, Y. WIMMER, M. KAULISCH, E:M. - Entwasserung fossiler Brennstoffe und feinstkorniger Schlamme durch mechanisch/thermische Behandlung CHRISTIAN BERGINS, SUSANNE BERGER U N D KARL STRAUB* 1 Problemstellung Die mechanisch/thermische Entwasserung (MTE) [l, 21 ist ein neues Verfahren zur Reduzierung des Wassergehaltes von feuchten Feststoffschuttungen und Suspensionen durch die kombinierte Anwendung von Warme und mechanischer Energie. Wahrend des Prozesses wird das feuchte Gut zu- nachst auf Temperaturen zwischen 100 und 200°C aufge- heizt und anschliegend durch das Aufbringen mechanischer Krafte enhvassert. Das Verfahren wurde speziell fur die Reduzierung des Wassergehaltes von Gutern enhvickelt, die sich mit her- kommlichen Methoden nur unzulanglich entwassern lassen. Dazu gehoren insbesondere kolloidale Stoffsysteme,bei de- nen die Enhvasserung durch den grofien EinfluB der Ober- flacheneffekte erschwert ist. Wegen der hohen Bindungs- krafte des Wassers an den Feststoff und die bei kleinen Teil- chen groBen interpartikularen Wechselwirkungen sind bei einer rein mechanischen Entwasserung vergleichsweise groBe Krafte zur Entfernung der Fliissigkeit aufzubringen. Ein Beispiel fur ein solches Stoffsystemist Braun- kohle. Trotz relativ hoher Wassergehalte zwischen 35 und 66 Gew. -% liegt Braunkohle aufgrund der feindispersen Vertei- lung der Trockensubstanz als Feststoff vor, der sich erst durch Driicke oberhalb von 15 MPa zufriedenstellend ent- wassern last. Jedoch sind auch in diesem Druckbereich Wassergehalte unter 30 Gem?-% nicht zu erreichen. * Dip1.-Ing. CH. BERGINS, Dip1.-Ing. 5. BERGER, Prof. Dr.-Ing. K. STRAUR Universitat Dortmund. Fachbereich Chemietechnik, Lehrstuhl Ener- gieprozefitechnik und Stromungsmechanik. Emil-Figge-StraRe 68, D-44221 Dortmund.