Quelle: Tagungsband der 1. Förderschwerpunkttagung des Förderschwerpunkts Innovationsstrategien jenseits traditionellen Managements des Bundesministerium für Bildung und Forschung, Berlin, 8.-9. Oktober 2009. Offene Innovation in nachhaltigkeitsorientierten strategischen Allianzen Open Innovation in Strategic Alliances for Sustainable Development Elisabeth Süßbauer, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie Marlene Helfert, Technische Universität Darmstadt Frauke Lange, Universität Duisburg-Essen Abstract: Strategic alliances between companies and non-profit organisations develop extraordinary innovation potentials because of a differing base of knowledge and experiences. Based on first results generated in the project StratAll this report reveals the conditions of the successful extrapolation of innovation potentials in such alliances. It shows that innovation processes need systematic management and a well established culture of trust which would be even more supported if the co-operating partners are coming from the same region. Both strategic alliances and Open Innovation aim at using external knowledge in order to extend the inherent innovation potential. Thus the experiences generated in the project StraAll can be applied on the concept of Open Innovation. 1 Nachhaltige Innovationen in Unternehmen Die Komplexität und Dynamik vieler Umwelt- und Wirtschaftsprobleme erfordern neue, ergebnisoffene, flexible, langfristige und fehlertolerant konstruierte Lösungspfade mit vielseitigen Handlungsoptionen. Die Umsetzung von Nachhaltigkeit ist daher in hohem Maße auf technische, soziale, institutionelle und kulturelle Innovationen angewiesen (Pitzner 2007). Herkömmliche Strukturen scheinen hierfür aufgrund ihrer Starrheit und Inflexibilität nicht geeignet. Wollen Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten und weiter ausbauen, sollten sie daher über Ordnungsformen verfügen, die eine Steigerung ihrer Lern- und Innovationsfähigkeit bewirken (Hanft 1997). Dies erfordert immer öfter den Einbezug aller beteiligten Akteure aus möglichst vielfältigen Bereichen der Gesellschaft. Wenn von der organisatorischen Wissensbasis abweichende Sichtweisen dieser Akteure in eigene Deutungsmuster integriert werden, kann in Unternehmen nachhaltiges Lernen entstehen. Nachhaltige Entwicklung und die Schaffung von Innovationen bedingen also einander und sind unweigerlich miteinander verknüpft.