Journal de la Soc2tkFinno-Ougrienne 85.183-188. Helsinki 1994. Marek STACHOWSKI . Krak6w & Berlin DAS JAKUTISCHE FUTURSUFFIX -ya(x) 1. Das jak. Suff. -ya(x) bildet Participia Futuri, die - wenn van einem Pass.-Suff. gefolgt - auch als Pradikat im Futur verwendet werden. Dabei kommt in affmativen Bildungen sowohl -yax als auch -ya vor, wahrend in Fragen und in Negationen nur -ya erscheint, so 2.B. baryayym - baryam, baryayyq - barya~, baryax - barya < bar- 'gehen', aber nur baryam duo? und baryam suoya, &c. (PJa 53). Somit haben wir es hier mit zwei Fragen auf einmal zu tun: (1) Woher kommt das Suff. -ya(x)?; (2) Warnn~ verschwindet manchmal das -x? Wie nicht anders zu erwarten, kann auf Frage (2) so lange keine Antwort gegeben werden, wie (1) unklar bleibt. 2. Als erster hat sich 0. B~HTLINGK in seiner jak. Grammatik zur Herkunft des Suff. -yax geauRert, indem er es aus dem Suff. der Nomina Futuri -ajak (Bohtl. 193, 5 217.6; 251, 5 380) herleiten wollte, wofiir aber der ansonsten unerwartete Ausfall des -g- (ebda 193, 9: 217.6) angenommen werden muBte. Dies ist auch die groRe Schwache dieser Erklarung. Dessenungeachtet wird die Meinung B~HTLINGKS auch iiber hundert Jahre spater wiederholt werden (s. 5 9). 3. Es ist ein besonderes Merkmal van BC~HTLINGK, dab er an einer Stelle seiner Grammatik auch das aus anderen Tiirksprachen bekannte 0pt:Suff. -aj-yk (vgl. bolajyk, 0.a. 'er mochte sein', R2s. 125) in eine Reihe mit -ya(x) und -ajak stellt, wobei sich seine Formulierung jedoch vielleicht nicht auf diachrone Verhdtnisse, sondem vielmehr auf semantisch-syntaktische Funktionen bezieht (vgl. 3 10): <Die Endung -yux, insofern sie die lte PI. Irnperativi [Futuri] bildet, entspricht in den verwandlen Sprachen AYQ oder AYK (AWLAYQ lasser uns sein). AWLAYQ und AWLAGQ stehen sich auch ziernlich nahe.. (Biihtl. 304, 8 516.4.) 4. Nachdem einhundert Jahre vergangen waren, unternahm G. J. RAMSTEDT einen neuen Versuch, das jak. Suff. -ya(.r) zu erklaren, indem er zwar an die B~HTLINGKSCHE Idee ankniipfte, sie aber nicht einfach iibernahm, sondern etwas modifizierte. Im jak. -ya(x) sieht er eine Dimin.-Bildung zu Opt.-Formen, so daB -yax < -ga'ak < -gaj-ak