Modellierung und Messung elterlicher
Gesundheitskompetenz im Bereich
fru ¨ hkindlicher Allergiepra ¨ vention
Carolin Dresch, Anja Alexandra Schulz und Markus Antonius Wirtz
Inhalt
1 Einleitung ................................................................................................ 1
2 Das Konstrukt „Elterliche Gesundheitskompetenz“ im Bereich frühkindlicher
Allergieprävention (EGK-AP) ......................................................................... 2
2.1 Kompetenz – Intelligenz – Performanz – Wissen ....................................................... 2
2.2 Modell der Gesundheitskompetenz nach Sørensen et al. (2012) ....................................... 3
2.3 Kompetenzmessung – Self-Assessments und Leistungstests ........................................... 4
3 Psychometrische Modellierung des Kompetenzkonstrukts EGK-AP .............................. 5
3.1 Modellierung eindimensionaler Kompetenzfacetten mittels Item-Response-Modellen ................ 6
3.2 Modellierung von Kompetenzen mittels multidimensionaler Item-Response-Modelle ................ 8
4 Fazit ...................................................................................................... 9
Literatur ....................................................................................................... 10
1 Einleitung
Um das Konstrukt Gesundheitskompetenz (GK) und dessen
Facetten begründet messen zu können, müssen valide In-
dikatoren definiert werden, die die GK von Angehörigen
unterschiedlicher Zielgruppen in deren natürlichen
Informations-, Entscheidungs- und Handlungskontexten um-
fassend und repräsentativ widerspiegeln. Die Beantwortung
dieser Indikatoren bildet die Grundlage für die psychometri-
sche Analyse der Struktur des Konstrukts GK und die psy-
chometrisch fundierte Erfassung der entsprechenden Kom-
petenzausprägungen.
Moderne Standards der Kompetenzstruktur- und Kom-
petenzniveaumodellierung wurden vor allem im Zusammen-
hang mit internationalen Studien zur Erfassung von Schüler-
kompetenzen in der Bildungsforschung entwickelt (z. B.
PISA-, TIMSS-Studien; Hartig und Klieme 2006). Diese
werden bei der Analyse des Konstrukts GK bisher selten
angewendet, obwohl deren Erfüllung als zentrale Vorausset-
zung einer validierten Konstruktdefinition und begründeten
Merkmalserfassung gelten muss. Nur wenn bekannt ist,
(a) welche Teildimensionen psychometrisch solide getrennt
werden können und (b) welche Indikatoren zur Schätzung
latenter Merkmalsausprägungen geeignet sind, kann GK
bzw. können Facetten der GK psychometrisch fundiert erho-
ben werden. Deswegen zielt das vorliegende Kapitel darauf
ab, Möglichkeiten zur Anwendung der Standards der Kom-
petenzdiagnostik (insbes. Kompetenzstruktur- und Kom-
petenzniveaumodellierung) für das Konstrukt GK einführend
zu erläutern.
Die Definition des Begriffs der Kompetenz und dessen
Abgrenzung zu Wissen und Performanz bilden erste zentrale
Überlegungen für die Entwicklung einer validen Kompetenz-
diagnostik. Anschließend werden die methodischen Prinzi-
Acknowledgements: Dieses Kapitel entstand im Rahmen des von der
Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekts
„Structural modelling and assessment of health literacy in allergy
prevention of new parents“ [GZ: WI-3210/7–1]; Teilprojekt der
Forschungsgruppe „Health literacy in early childhood allergy
prevention: parental competencies and public health context in a
shifting evidence landscape“ [FOR 2959; GZ: AP 235/3–1]
C. Dresch · A. A. Schulz · M. A. Wirtz (*)
Institut für Alltagskultur, Bewegung und Gesundheit; Fachrichtung:
Forschungsmethoden in den Bildungs- und Gesundheitswissenschaften,
Pädagogische Hochschule Freiburg, Freiburg, Deutschland
E-Mail: carolin.dresch@ph-freiburg.de; anja.schulz@ph-freiburg.de;
markus.wirtz@ph-freiburg.de
© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2022
K.Rathmann et al. (Hrsg.), Gesundheitskompetenz, Springer Reference Pflege – Therapie – Gesundheit,
https://doi.org/10.1007/978-3-662-62800-3_139-1
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