Framework zur Simulation von realistischen Einsatzszenarien Silvia Krug, Maik Debes, Jochen Seitz Fachgebiet Kommunikationsnetze Technische Universit¨ at Ilmenau Postfach 100565 98684 Ilmenau silvia.krug@tu-ilmenau.de maik.debes@tu-ilmenau.de jochen.seitz@tu-ilmenau.de Abstract: F¨ ur die Analyse von Kommunikationssystemen f¨ ur Rettungskr¨ afte sind aussage- kr¨ aftige Bewegungsszenarien erforderlich, die das gesamte Einsatzspektrum der Ret- ter abdecken. Mithilfe dieser Bewegungsszenarien kann auf Basis von Simulationen evaluiert werden, welche Anforderungen an die Kommunikation bestehen. Diese Si- mulationen sind die Voraussetzung f¨ ur die Entwicklung leistungsf¨ ahiger Kommunika- tionsprotokolle. In diesem Beitrag wird ein Framework zur Erzeugung und Visualisie- rung generischer Einsatzszenarien anhand von Bewegungsmustern und generischen Einsatzabl¨ aufen vorgestellt. Mit Hilfe des Frameworks k¨ onnen Traces f¨ ur die Bewe- gung der Rettungskr¨ afte in verschiedenen Szenarien erzeugt werden. Durch die Visua- lisierung der Traces in einer Simulationsumgebung erlaubt dies zus¨ atzlich zur reinen Evaluation der Kommunikationsaspekte auch die Analyse auf Planungsebene. 1 Einleitung Nach Naturkatastrophen aber auch bei anderen Rettungseins¨ atzen ist eine effiziente Koor- dinierung der Einsatzkr¨ afte notwendig, um m¨ oglichst viele Menschen zu retten und den Schaden zu begrenzen. Die Kommunikationssysteme der beteiligten Rettungskr¨ afte spie- len f¨ ur diese Aufgabe eine zentrale Rolle, da die Kommunikation zwischen den einzel- nen Rettern die Basis f ¨ ur einen effektiven Einsatz darstellt. Wachsende Anforderungen an die zu ¨ ubertragende Datenmenge zum Beispiel durch Video¨ ubertragungen erfordern neue Kommunikationssysteme, die idealerweise unabh¨ angig von einer eventuell besch¨ adigten Infrastruktur arbeiten k ¨ onnen. Um solche Systeme entwerfen zu k¨ onnen, m¨ ussen Einsatzszenarien analysiert werden, die ein m¨ oglichst breites Einsatzspektrum realistisch abbilden k¨ onnen. Ziel der Analy- se ist dann die Identifikation von Randbedingungen, wie zum Beispiel der erforderlichen Reichweite oder der verf¨ ugbaren Anzahl an Knoten, die Kommunikationsger¨ ate darstel- len. Simulationen stellen ein geeignetes Werkzeug f¨ ur diese Analyse dar. In Bezug auf 953