209 Auswertungsstrategien für qualitative Langzeitdaten: Das Beispiel einer Langzeitstudie zur Rolle von Medien in der Sozialisation Heranwachsender Ingrid Paus-Hasebrink, Philip Sinner, Fabian Prochazka und Jasmin Kulterer 1 Zur Problemstellung Langfristige Kommunikationsprozesse verlaufen individuell sehr unterschiedlich und verändern sich mit der Zeit teilweise grundlegend in ihrer Struktur und Funk- tion. Qualitative Forschung ist daher zu ihrer Untersuchung besonders geeignet und vermag, sich den komplexen Prozessen der Sinnorientierung, Individualität, Situativität und ökologischen Kontextualität der Medien-Interaktion im Zeitver- lauf zu nähern. Allerdings spielen in der qualitativen wie in der quantitativen Forschung die für die adäquate Erfassung langfristiger Kommunikationsprozesse aussage- kräftigen Längsschnittstudien bislang eine eher marginale Rolle. Diese stellen © Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2018 A.M. Scheu (Hrsg.), Auswertung qualitativer Daten, https://doi.org/10.1007/978-3-658-18405-6_14 I. Paus-Hasebrink (*) · P. Sinner · J. Kulterer Fachbereich Kommunikationswissenschaft, Universität Salzburg, Salzburg, Österreich E-Mail: ingrid.paus-hasebrink@sbg.ac.at P. Sinner E-Mail: philip.sinner@sbg.ac.at F. Prochazka Institut für Kommunikationswissenschaft, Universität Hohenheim, Stuttgart, Deutschland E-Mail: fabian.prochazka@uni-hohenheim.de J. Kulterer E-Mail: jasmin.kulterer@sbg.ac.at