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Auswertungsstrategien für qualitative
Langzeitdaten: Das Beispiel einer
Langzeitstudie zur Rolle von Medien
in der Sozialisation Heranwachsender
Ingrid Paus-Hasebrink, Philip Sinner, Fabian Prochazka und
Jasmin Kulterer
1 Zur Problemstellung
Langfristige Kommunikationsprozesse verlaufen individuell sehr unterschiedlich
und verändern sich mit der Zeit teilweise grundlegend in ihrer Struktur und Funk-
tion. Qualitative Forschung ist daher zu ihrer Untersuchung besonders geeignet
und vermag, sich den komplexen Prozessen der Sinnorientierung, Individualität,
Situativität und ökologischen Kontextualität der Medien-Interaktion im Zeitver-
lauf zu nähern.
Allerdings spielen in der qualitativen wie in der quantitativen Forschung die
für die adäquate Erfassung langfristiger Kommunikationsprozesse aussage-
kräftigen Längsschnittstudien bislang eine eher marginale Rolle. Diese stellen
© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2018
A.M. Scheu (Hrsg.), Auswertung qualitativer Daten,
https://doi.org/10.1007/978-3-658-18405-6_14
I. Paus-Hasebrink (*) · P. Sinner · J. Kulterer
Fachbereich Kommunikationswissenschaft, Universität Salzburg, Salzburg, Österreich
E-Mail: ingrid.paus-hasebrink@sbg.ac.at
P. Sinner
E-Mail: philip.sinner@sbg.ac.at
F. Prochazka
Institut für Kommunikationswissenschaft, Universität Hohenheim, Stuttgart,
Deutschland
E-Mail: fabian.prochazka@uni-hohenheim.de
J. Kulterer
E-Mail: jasmin.kulterer@sbg.ac.at