Alawi SA et al. Karriere in der ... Handchir Mikrochir Plast Chir 2017; 49: 273–277 273 Originalarbeit Karriere in der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie – Untersuchung zur Habilitation und Professur der Mitglieder der DGPRÄC Careers in plastic and aesthetic surgery: a review of habilitation and professorship of members of the DGPRAEC Autoren Seyed Arash Alawi, Lukas Fabian Busch, Anne Limbourg, Maria Boyce, Andreas Jokuszies, Peter M. Vogt Institute Klinik für Plastische, Ästhetische, Hand- und Wiederher- stellungschirurgie, Medizinische Hochschule Hannover Schlüsselwörter Akademische Plastische Chirurgie, Habilitation und Professur, Forschung und Lehre Key words academic plastic surgery, habilitation and professorship, research and teaching eingereicht 31.05.2017 akzeptiert 24.07.2017 Bibliografe DOI https://doi.org/10.1055/s-0043–117737 Handchir Mikrochir Plast Chir 2017; 49: 273–277 © Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York ISSN 0722–1819 Korrespondenzadresse Dr. med. Seyed Arash Alawi Klinik für Plastische, Ästhetische, Hand- und Wieder- herstellungschirurgie Medizinische Hochschule Hannover Carl-Neuberg-Strasse 1 30625 Hannover Tel.: + 49 511 532–8864 Fax: + 49 511 532–168864 ZUSAMMENFASSUNG Hintergrund Die klinische Karriere in der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie schien noch vor einigen Jahrzenten geprägt von einer akademischen Laufbahn, die vorrangig in einer Professur oder einem Lehrstuhl an einer Universitätsklinik mündete. Eine steigende Zahl von Fachabteilungen weisen Lei- tungspersönlichkeiten mit einer Habilitation oder einer Profes- sur auf. Die wissenschaftliche Laufbahn an Universitätskliniken mit Erlangung der Promotion und im Verlauf der Venia Legendi scheint oftmals einen Endpunkt der akademischen Karriere darzustellen. In der Regel kommt es zu einem „Brain-drain“ mit Verlust von Expertise und wissenschaftlichem Output durch Abwanderung in nicht universitäre Einrichtungen. Methoden Zur Analyse der Dimensionen dieses „Brain-drain“ wurden die öfentlich zugänglichen, wissenschaftlichen und kli- nischen Werdegänge der Habilitanden, APL-Professorinnen/en sowie Universitätsdirektorinnen/en, die in unserer Fachgesell- schaft DGPRÄC gelistet sind, analysiert. Untersucht wurden die Dauer der Assistenzarztzeit, der Zeitraum vom Facharzt bis zur Habilitation sowie die Übernahme einer Leitungsposition nach der Habilitation. Abschließend erfolgte die Analyse der aktuellen Tätigkeit der Mitglieder an universitären und nicht- universitären Einrichtungen. Ergebnisse Es wurden die Lebensläufe von insgesamt 1238 Mitgliedern analysiert. Hiervon hatten 177 (14,3 %) Mitglieder die Habilitation abgeschlossen. Insgesamt wurden 114 (9,21 %) vollständige Lebensläufe eingeschlossen. Von den gelisteten Mitgliedern hatten zum April 2017 80 Personen (6,5 %) eine APL-Professur oder Universitätsprofessur inne. Der Zeitraum vom Facharzt bis zur Habilitation betrug bei 88 Lebensläufen durchschnittlich 4,2 Jahre. Bei 80 Lebensläufen wurden vom Zeitpunkt der Habilitation bis zur APL-Professur oder Univer- sitätsprofessur 5 Jahre benötigt. Nach durchschnittlich 4,2 Jahren wurden Leitungspositionen eingenommen. Von den analysierten Habilitanden waren 60 % zum Zeitpunkt April 2017 in peripheren Häusern tätig. Diskussion Ein Großteil der akademisch ausgebildeten plas- tischen und ästhetischen Chirurgen verlässt die Hochschulme- dizin und damit den Bereich der wissenschaftlichen Forschung des Fachgebiets. Der Abstrom wissenschaftlicher und klinischer Expertise sollte auf Basis der Schafung attraktiverer Arbeits- bedingungen verhindert werden, um unser Fachgebiet auch weiterhin auf akademischer Ebene in Krankenversorgung, Lehre und Forschung zu repräsentieren und zu stärken. ABSTRACT Background Over the last few decades plastic and aesthetic surgery careers aimed at holding a chair as head of the depart- ment or clinical director. The current career trend shows a drain Heruntergeladen von: Vanderbilt University. Urheberrechtlich geschützt.