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K. Berr und C. Jenal (Hrsg.), Landschaftskonflikte, RaumFragen: Stadt – Region –
Landschaft, https://doi.org/10.1007/978-3-658-22325-0_2
Zusammenfassung
Aus konstruktivistischer Perspektive sind Landschaften nicht einfach ‚gegeben‘,
sie sind vielmehr das Ergebnis einer synthetischen Zusammenschau von materiel-
len Objekten und deren symbolischer Aufladungen auf Grundlage gesellschaftlicher
Konventionen. Diese Konventionen sind historisch entstanden, so reicht der deutsch-
sprachige Landschaftsbegriff etwa bis ins Mittelalter zurück, während in anderen
Teilen Europas die Entstehungsgeschichte mit der Renaissance einsetzt. Neben kons-
truktivistischen Verständnissen von Landschaft dominieren die aktuelle wissenschaft-
liche Debatte essenzialistische und positivistische Landschaftsverständnisse, die
untereinander in Deutungskonkurrenz stehen.
Schlüsselwörter
Konstruktivismus · Positivismus · Essenzialismus · Landschaft · Theorie ·
Geschichte · Konflikt · Naturschutz
1 Einleitung
In den vergangenen Jahren hat das Thema Landschaft durch intensive und teilweise
rasch vollzogene Veränderungen physischer Räume eine erneute Aktualität erfahren.
Diese Aktualisierung des Themas erfolgte nicht allein in öffentlicher Diskussion und
Politik, sondern auch in der Wissenschaft. Dabei rückt nicht nur eine ökologische
Landschaftsverständnisse in ihrer
historischen Gebundenheit – zwischen
Gegenständlichkeit, Essenz und
Konstruktion
Olaf Kühne
O. Kühne ()
Universität Tübingen, Tübingen, Deutschland
E-Mail: olaf.kuehne@uni-tuebingen.de