REZENSION
DOI 10.1007/s12286-016-0303-z
Z Vgl Polit Wiss (2016) 10:205–209
Militärische Operationen und externe
Demokratisierung in (Post-)Konfliktstaaten
Tobias Spöri
Online publiziert: 13. Juli 2016
© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016
Sammelrezension
1. Gromes, Thorsten, Bernhard Moltmann, und Bruno Schoch. 2016. Die Überwin-
dung der Gewalt. Demokratisierung von außen in Nachbürgerkriegsgesellschaf-
ten. Schwalbach/Ts: Wochenschau Verlag. 192 S., C 14,80.
2. Mello, Patrick A. 2014. Democratic Participation in Armed Conflict. Military
Involvement in Kosovo, Afghanistan, and Iraq. Basingstoke, Hampshire: Palgrave
Macmillan. 259 S., $ 105,00.
Die Frage nach der Befriedung von bewaffneten Konflikten, wie beispielsweise in
Syrien oder der Ostukraine, ist aufgrund der Zunahme derartiger Krisen von großer
politischer und wissenschaftlicher Bedeutung. Die vielerorts angewandte Methode
derartige Konflikte zu beenden, oftmals als externe Demokratisierung beschrieben,
umfasst das Eingreifen internationaler Akteure in einen Konflikt; mitunter in Form
von militärischen Operationen und anschließendem Aufbau demokratischer Insti-
tutionen und Akteure. So attraktiv dieses Konzept auf den ersten Blick klingt, so
umstritten ist das Feld sowohl in den Sozialwissenschaften als auch in öffentlichen
Diskussionen. Nicht erst seit den missglückten Versuchen in Afghanistan und dem
Irak stößt diese Vorgehensweise vermehrt auf Ablehnung. Die zwei zur Rezension
vorliegenden Monographien widmen sich auf unterschiedliche Art und Weise die-
sem Themenkomplex. Patrick A. Mello stellt die Frage, unter welchen Bedingungen
demokratische Staaten im Kollektiv militärisch in bewaffnete Konflikte eingreifen.
Thorsten Gromes, Bernhard Moltmann und Bruno Schoch fokussieren sich hinge-
gen auf Befriedung und externe Demokratisierung. Sie argumentieren, dass unter
T. Spöri ()
Institut für Politikwissenschaft, Universität Wien, Universitätsstraße 7, 1010 Wien, Österreich
E-Mail: Tobias.spoeri@univie.ac.at
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