Zum Übersetzen aus anthropozentrischer Perspektive Larisa Cercel (Leipzig/Rom), Marco Agnetta (Innsbruck), Tinka Reichmann (Leipzig) Die Beiträge in diesem Band stellen Ergebnisse von interdiszi- plinären Arbeiten des Forschungszentrums Hermeneutik und Kreativität (https://hermeneutik-und-kreativitaet.de/) dar. Das 2012 von Prof. Dr. Alberto Gil an der Universität des Saar- landes gegründete Zentrum verlegte seinen Sitz 2019 an das Institut für Angewandte Linguistik und Translatologie (IALT) der Universität Leipzig. In dieser Publikation fnden sich Aufsätze von Forschenden, die sich seit der Gründung des Zentrums einbringen, wie von dem „Gründungsvater“ Alberto Gil, aber auch von neuen Interessierten an dem Austausch an der Schnitt- stelle von Kommunikation, Humantranslation, Hermeneutik, Performanz und Kreativität. Auch in Zeiten des Anstiegs der maschinellen Übersetzung bleiben humane Verstehensprozesse, Kommunikationsdimensionen und Kreativität wichtige Dimen- sionen der Translation. Die humanbedingten Voraussetzungen der Translation liegen bereits seit geraumer Zeit im Blickfeld der Forschung. Nach einigen frühen indikativen Vorstößen (vgl. Robinson 1991, Venuti 1995, Berman 1995) zur Beschäftigung mit dem Übersetzer als Instanz der Translation wurde in einer Reihe von folgenreichen Aufsätzen (vgl. Hu 2004, Froeliger 2005, Ches- terman 2009, Pym 2009) ein wissenschaftliches Programm – die