Digital Humanities im deutschsprachigen Raum 2020 Modellierung und Verwaltung von DH- Anwendungen in TOSCA Schildkamp, Philip philip.schildkamp@uni-koeln.de Universität zu Köln, Data Center for the Humanities (DCH) Neuefeind, Claes c.neuefeind@uni-koeln.de Universität zu Köln, Data Center for the Humanities (DCH) Mathiak, Brigitte bmathiak@uni-koeln.de Universität zu Köln, Data Center for the Humanities (DCH) Harzenetter, Lukas lukas.harzenetter@iaas.uni-stuttgart.de Universität Stuttgart, Institut für Architektur von Anwendungssystemen (IAAS) Breitenbücher, Uwe uwe.breitenbuecher@iaas.uni-stuttgart.de Universität Stuttgart, Institut für Architektur von Anwendungssystemen (IAAS) Leymann, Frank frank.leymann@iaas.uni-stuttgart.de Universität Stuttgart, Institut für Architektur von Anwendungssystemen (IAAS) Abstract Das aktuell vom Institut für Architektur von Anwendungs- systemen (IAAS) der Universität Stuttgart und vom Data Cen- ter for the Humanities (DCH) der Universität zu Köln bear- beitete Projekt SustainLife – Erhalt lebender, digitaler Systeme für die Geisteswissenschaften befasst sich mit der Konservie- rung von Forschungssoftware im Bereich der Digital Huma- nities (DH). Dabei wird der Topology Orchestration Specifica- tion for Cloud Applications (TOSCA) Standard verwendet, um das Deployment von DH-Anwendungen vollständig zu auto- matisieren und diese langfristig verfügbar zu halten. Um der DH Community unseren Ansatz interaktiv zu demonstrieren, möchten wir im Vorfeld der DHd 2020 einen Workshop zur Modellierung und Verwaltung von DH-Anwendungen in TOSCA durchführen. Dabei sollen Kernkompetenzen bezüglich der Modellierung von Softwaresystemen mit TOSCA sowie Erfah- rungen und Best Practices im Umgang mit OpenTOSCA, einer open-source Implementierung des TOSCA Standards, vermit- telt werden. Problemstellung Die zunehmende Etablierung der DH als ein eigenes For- schungsfeld sowie der damit einhergehend vermehrte Ein- satz von digitalen Methoden im Forschungsprozess erfor- dern daran angepasste Mittel der Ergebnissicherung. Zur Langzeitarchivierung von Forschungsprimärdaten gibt es be- reits etablierte Strategien, bspw. die Nutzung standardisier- ter Datenformate und die Übermittlung relevanter Daten an einschlägige Repositorien. Weitestgehend unberücksichtigt bleibt dabei, dass viele der in DH-orientierten Forschungs- prozessen erzeugten digitalen Artefakte nicht in Form von Primärdaten, sondern in Form von Forschungssoftware vor- liegen. Die Vielfalt der in den DH erzeugten Software beinhal- tet auch sog. lebende Systeme (Sahle, Patrick / Kronenwett, Sabine: 2013), deren Laufzeitumgebung unerlässliche Daten enthält und die somit nicht statisch abbildbar sind. Da solche lebenden Systeme im Gegensatz zu klassischen Erkenntnisträ- gern wie bspw. Monographien oder Lexika nicht ohne kon- tinuierliche Wartung auskommen, stellen Erhalt, Betreuung und dauerhafte Bereitstellung große technische, organisatori- sche und finanzielle Hürden dar. Weiterhin erfordert die He- terogenität der in den DH erzeugten Forschungssoftware eine höchst flexible Methodologie bzw. Technologie, die Standardi- sierung, Nachnutzbarkeit und Archivierung von möglichst vie- len digitalen Artefakten gewährleisten kann (Barzen, Johanna et al.: 2018). Neben den genannten Herausforderungen (He- 36