Eine nebenwirkungsarme und patientenadaptierte Schmerztherapie ist integraler Bestandteil aller multimodalen Behandlungskonzepte, die eine schnelle und kompli- kationsfreie Erholung nach operativen Eingriffen ermöglichen sollen. Die patienten- kontrollierte Analgesie (PCA) bietet dabei eine etablierte und sichere Option für eine individuell angepasste Schmerztherapie, die – richtig genutzt – ein hohes Maß an Patientenzufriedenheit garantiert. Einführung Die patientenkontrollierte Analgesie (PCA) hat bereits vor einem halben Jahrhundert Einzug in die Schmerztherapie gehalten [1]. Schon Anfang der 1970er-Jahren erkannte man, dass eine durch den Patienten gesteuerte Schmerz- therapie Vorteile hat gegenüber der durch medizinisches Personal nach festgelegten Zeitschemata verabreichten Opioidgabe (damals überwiegend noch intramuskuläre Opioidinjektionen) [2]. Zudem erwies sich diese auch „nurse-controlled analgesia“ genannte Form der post- operativen Schmerztherapie als sehr ressourcenintensiv [3]. Auch ein in den letzten Jahren und speziell in Deutschland erkennbarer Trend zur Gabe retardierter oraler Opioide kann das Problem nur teilweise verbessern. Ein wesentli- cher Grund dafür ist, dass nur wenige Applikationspro- tokolle in deutschen Krankenhäusern differenziert genug ausgearbeitet sind, um eine individualisierte und bedarfs- orientierte Opioidtherapie auf Basis der oralen Gabe durchzuführen [4]. Insbesondere fehlen oft ▪ eine bedarfsorientierte Ergänzung mit nicht retardier- ten Opioiden, ▪ eine fest implementierte Erfolgskontrolle und darauf basierend ▪ Rückkopplungsschleifen für eine Dosiseskalation wie auch Dosisreduktion von Opioiden. Patientenkontrollierte Analgesie: Methoden, Handhabung und Ausbaufähigkeit Marie Abrolat, Leopold H. J. Eberhart, Gerald Kalmus, Tilo Koch, Stefan Nardi-Hiebl Quelle: KH Krauskopf. CME-Fortbildung | Topthema 270 Abrolat M et al. Patientenkontrollierte Analgesie: Methoden, … Anästhesiol Intensivmed Notfallmed Schmerzther 2018; 53: 270–280 Heruntergeladen von: University of Pennsylvania Libraries. Urheberrechtlich geschützt.